Die HSG braucht mehr Variationen im Angriff

Die HSG braucht mehr Variationen im Angriff

Heute müssen die Krefelder nach Hagen, das sein erstes Saisonspiel überzeugend gewann. Es wartet eine starke Deckung.

Krefeld. „Klüger im Angriff spielen und aggressiver in der Abwehr zur Sache gehen“, so lautet das einfache Credo von Trainer Olaf Mast vor dem schweren Gang der Krefelder HSG-Handballer zum VfL Eintracht Hagen (heute, 20 Uhr). Beide Teams läuten damit den 2. Spieltag der 3. Liga ein, an dem die Krefelder am liebsten den verkorksten Saisonstart und die eklatanten Schwächen gegen Duisburg (28:38) vergessen lassen wollen. Die Gastgeber wiederum würden am liebsten mit der Gala-Vorstellung weitermachen, wo sie beim 32:24-Erfolg beim Aufsteiger Schalksmühle aufgehört haben.

Doch aus Hagen kam just gestern die Nachricht, dass Top-Torjäger Mirko Szymanowicz (27) ausfällt (Zerrung), der einst unter Jörg Förderer in Uerdingen spielte und nach der letzten Spielzeit von Rheinhausen nach Hagen wechselte. „Ich habe noch nie ein Spiel gegen Szymanowicz absolviert, wo er nicht irgendwie verletzt oder angeschlagen war und dann doch noch gespielt hat. Außerdem hat Hagen so einen breiten Kader, die werden nichts anbrennen lassen“, sagt Mast. Zufrieden war der Trainer mit der gesamten Trainingswoche, da der Kader bis auf den länger verletzten Torhüter Malte Jaeger vollzählig versammelt war.

Vor allem Neuverpflichtung Philipp Ruch konnte an seinem Trainingsrückstand arbeiten und steht neben Dominik Heesen als Keeper erneut zur Verfügung. Zudem wurden etliche Angriffsvariationen geprobt, denn Hagen überzeugte in Schalksmühle vor allem mit einer sehr guten Deckungsarbeit. Überhaupt liest sich der Eintracht-Kader, wie das „Who is Who“ der 3. Liga. So erbten die Hagener aus der Wermelskirchener Konkursmasse neben Trainer Lars Hepp gleich vier Top-Spieler. Darunter Frank Berblinger, der in der vorletzten Saison noch mit 243 Treffern Torschützenkönig der 3. Liga war. Hinzu kamen aus Korschenbroich Spielmacher Simon Ciupinski und der Leichlinger Torhüter Stefan Nippes. Damit wurde der schon nicht schlecht besetzte Kader aufgewertet, aus dem natürlich das Hagener Eigengewächs Marius Kraus heraussticht. Der wieselflinke Rechtsaußen wurde in der vergangenen Saison hinter dem Leichlinger Jens Reinarz (244) Zweiter der Torschützenliste (229) und machte gerade dem HSG-Vorgänger Bayer Uerdingen das Leben in beiden Spielen besonders schwer.