Handball: Derby-Start — Lank gegen Königshof

Handball : Derby-Start — Lank gegen Königshof

Nach über vier Monaten Sommerpause gehen die Handballer mit unterschiedlichen Zielrichtungen in die neue Saison.

Krefeld. Nach 126 Tagen Pause wird ab Samstag am Niederrhein von der Oberliga bis in die Kreisligen wieder Handball gespielt.

Foto: Bischof/Archiv: Bischof/Jochmann

In der Oberliga ist der TV Oppum die einzig verbliebene hiesige Größe aus dem Kreis, bedingt durch den Regionalligaaufstieg von Adler Königshof. Beim Traditionsklub keimen nach dem dritten Tabellenplatz in der Aufstiegssaison Erwartungen auf, an die Spitze zu gelangen. Trainer Ljubomir Cutura steht zudem für Kontinuität, agiert bereits im fünften Jahr an der Seitenlinie und hat mit Sebastian Bartmann den Königstransfer getätigt. Der bullige, 26-Jährige und 1,98 Meter große Kreisläufer kam vom Drittligisten Ratingen, soll mit seiner Routine vor allem in der Abwehr glänzen. Oppums große Stärke ist der Kampfgeist, das Team ist eingespielt und die offensive 3-2-1-Abwehr bei der Konkurrenz gefürchtet. Doch Cutura stapelt tief: „Viele Mannschaften haben sich sehr gut verstärkt. Wir dagegen nur auf einer Position, ich wäre mit einem Platz im oberen Mittelfeld zufrieden.“ Oppum startet am Sonntag in Wesel.

Foto: Bischof/Archiv: Bischof/Jochmann

In der Verbandsliga stehen sich Treudeutsch Lank sowie Adler Königshof II am Samstag um 19.30 Uhr zum ersten Spitzenspiel gegenüber. Nachwuchskeeper Robin Petrich aus Oppum und Dominik Fischer von Germania Oppum verstärken TD Lank, das schon traditionell auf hauseigene Kräfte vertraut. Bei Adler Königshof verjüngt der neue Trainer Bodo Leckelt mit Keeper Johannes Lyrmann aus Neuss und dem Rückraumrechten Jonathan Termast ein eingespieltes Team.

Foto: Bischof/Archiv: Bischof/Jochmann

Dominique Junkers hat als neuer Trainer beim TV Vorst am taktischen Konzept und zwei neuen Abwehrformationen gefeilt: „Geistenbeck und Vennickel sind meine Favoriten. Lank, Königshof, Kaldenkirchen und mein Team werden ein Wort mitsprechen.“ Zwei Tage vor Heiligabend kommt es zum mit Spannung erwarteten Tönisvorster Ortsduell gegen die Turnerschaft aus St. Tönis.

Foto: Bischof/Archiv: Bischof/Jochmann

Beim Aufsteiger stehen Jürgen Hampel und Horst Grützner gemeinsam in der Verantwortung. St. Tönis geht fast unverändert in die Saison, holte lediglich Nachwuchskeeper Khaled Masalma aus Düsseldorf. Michael Küsters ist nach dem Rücktritt seines langjährigen Kompagnons Markus Knauf einzig verbliebener Trainer bei der Turnerschaft Grefrath: „Die Liga ist sehr ausgeglichen, es wird schwer nach oben zu kommen. Unser Ziel ist der Klassenerhalt.“ In der Verbandsliga wird nur ein Absteiger ausgespielt, da der Rheydter TV bereits vom Spielbetrieb zurücktrat.

Foto: Bischof/Archiv: Bischof/Jochmann

Die Landesliga erwartet wieder ein spannendes Oppumer Ortsduell. Die Germania mit dem neuen Trainer Ron Andrae trifft auf Aufsteiger TV Oppum II. Während beide Klubs in der Jugend bereits eine Spiel-Gemeinschaft bilden, wird bei den Senioren die Konkurrenz kräftig geschürt. Andrae hat viele neue Angriffszüge einstudiert, geht mit einem erfahrenen Landesligakader ins Rennen. Für die VT Kempen könnte das zweite Landesligajahr sich zur großen Bewährungsprobe entwickeln. Trainer Duc Bui vertraut auf das Vorjahresteam, dass allein durch Maximilian Röseler aus St. Hubert verstärkt wurde.

Auf mindestens zwei Auswechselspieler im ersten Spiel gegen Treudeutsch Lank II hofft Neu-Trainer Michael Görtz beim Hülser SV angesichts der aktuellen personellen Probleme. Nachdem sechs Spieler den Verein verlassen haben, fällt die Personaldecke sehr dünn aus, doch die Stammbesetzung besitzt höchstes Landesligaformat.

Der SC Bayer Uerdingen ist der einzige hiemische Vertreter in der Landesliga, Gruppe 4, setzt zudem auf die starke eigene A-Jugend. Die Blau-Roten mit Trainer Axel Timmerman dürften dadurch nichts mit dem Abstieg zu tun haben.

Mehr von Westdeutsche Zeitung