Der Silberstreif am Horizont in Königshof

Handball : Der Silberstreif am Horizont in Königshof

Handball-Regionalligist schöpft dank Trainer Marius Timofte Hoffnung im Abstiegskampf.

So schnell kann es gehen, so schnell kehrt sich pure Angst vor dem Abstieg in aufmunternden Optimismus. Mit Marius Timofte verpflichtete Handball-Regionalligist Adler Königshof zum Jahreswechsel einen neuen Trainer. Und der gewann zwei von drei Rückrundenspielen. Schon hat der ehemalige Drittligist zumindest die Abstiegsplätze verlassen.

Trainer Timofte: „Bis jetzt sieht es sehr gut aus“

Mannschaft, Vorstand und Fans der Königshofer strahlten nach dem prestigeträchtigen 35:32-Sieg über den TV Aldekerk um die Wette. Der so oft beschworene Mannschaftsgeist ist mit dem ehemaligen rumänischen Nationalspieler zurückgekehrt. Und Timofte ist zufrieden: „Bis jetzt sieht es sehr gut aus. Die Mannschaft hat zwei Mal das Trainingskonzept aus der Woche sehr gut auf das Spiel übertragen. Doch wir müssen wach bleiben, gut vorbereitet an unsere Aufgabe herangehen.“ Aber personell muss Timofte stets improvisieren. Schon gegen Aldekerk machte ihm eine heftige Grippewelle zu schaffen, Timo Hüpperling, Eric Hampel, Bruno Zavada und Tim Wirtz fielen aus. Auf sechs kranke Spieler wuchs die Liste in der Woche an.

Heftig traf es Torhüter Routinier Florian Lindenau, bei beiden Siegen ein starker Rückhalt. Timofte sagt: „Florian stand schon Grippe geschwächt gegen Aldekerk im Tor. Denn er wollte sein Team nicht im Stich lassen. Jetzt geht es nicht mehr.“ Da Ersatzmann Dean Christmann aus beruflichen Gründen sein Engagement in Königshofmit der Begegnung gegen Aldekerk beendete, müsste Yannick Keber aus dem Verbandsligateam, im Spiel beim Tabellenvorletzten HSG Siebengebirge ins Tor. Ein Szenario über das Timofte noch nicht nachdenken möchte: „Letztlich muss ich in Ruhe abwarten, wer am Samstagnachmittag tatsächlich zur Abfahrt bereit ist, wer Kraft für anstrengende 60 Minuten hat.“ Timofte erwartet unterhalb des Drachenfelses in Königswinter ein hartes Match: „Es geht um den Überlebenskampf. Die HSG wird hochmotiviert ins Spiel gehen, uns fordern, wie wir es bisher noch nicht erlebt haben. Ich bin gespannt, wie meine Mannschaft dagegenhalten kann.“