Der Hülser SV setzt auf die eigenen Talente

Der Hülser SV setzt auf die eigenen Talente

Erfolgreiche Junioren-Kicker sollen in naher Zukunft komplett die erste Senioren-Mannschaft bilden.

Krefeld. Die Jugendabteilung des Hülser SV setzt auf Kontinuität. Wie in den Vorjahren will mit mit allen Fußball-Mannschaften ab der D-Jugend aufwärts die Leistungsklasse halten. In der vergangenen Saison ist das geglückt, doch sowohl die C-, als auch die B-Jugend konnten erst in den Relegationsspielen ihren Platz in der Bestengruppe behaupten. Entsprechend fiel das Fazit von Jugendleiter Stefan Hoster aus: "Die Saison hätte besser sein können. Wir haben noch viel Potenzial."

Nach vier Spieltagen steht die A-Jugend in ihrer Liga auf Position fünf. Die C- und B-Jugend liegen sogar jeweils auf Rang vier. Die Chance ist groß, dass die drei Mannschaften diese Saison nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Bei der D-Junioren sieht die Situation dagegen etwas anders aus: Zurzeit liegt das Team nur auf dem zehnten Tabellenplatz. Mit den jeweiligen zweiten Mannschaften unterhalb der Leistungsklassenteams hat Hoster ebenfalls ein klares Ziel: "Wir wollen mit den Teams einen gesunden Unterbau für die Einser-Mannschaften schaffen."

Um in der Leistungsklasse oben mitspielen zu können, wird ein großer Aufwand betrieben. Es gibt einen Förderverein für die Jugend, der sich beispielsweise um Materialien kümmert. Zudem gibt es ein neues Konzept. Es beinhaltet ein System, nach dem die einzelnen Jugendtrainer trainieren sollen. Alle Trainer sollen jahrgangsübergreifend auf dem gleichen Level trainieren. Der Jugendleiter beschreibt das so: "Ziel ist es, dass zum Beispiel der B-Juniorentrainer weiß, was der Kollege bei den C-Junioren trainiert, beziehungsweise in der vergangene Saison trainiert hat."

Natürlich versucht man in Hüls auch, einie Spieler von außerhalb zu holen. Dabei hat der HSV gegenüber anderen Vereinen der Umgebung einen entscheidenden Nachteil: Der Sportplatz am Hölschen Dyk liegt fernab des Stadtzentrums und ist nur schwer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Wer mit Bahn oder Bus zum Training kommen will, muss einen längeren Fußmarsch auf sich nehmen.

Dass die Lage des Sportplatzes ein Nachteil ist, weiß auch Stefan Hoster: "Natürlich ist as alles nicht so gut. Es ist auch dann kein Pluspunkt, wenn man einen Spieler überzeugen will, nach Hüls zu kommen."

Ein gutes Argument für die Jugend des Hülser SV ist hingegen die Zusammenarbeit mit den Senioren. "Die Kooperation zwischen der ersten Mannschaft und der A-Jugend ist hervorragend, auch die Kommunikation ist gut", sagt der Jugendleiter. Das sei eine Grundvoraussetzung für das Ziel des Hülser SV: eine erste Mannschaft, die ausschließlich aus Spielern besteht, die aus der eigenen Jugend kommen.

Mehr von Westdeutsche Zeitung