1. NRW
  2. Krefeld
  3. Lokalsport

Der HSG Krefeld bleibt nur Training

Handball : HSG Krefeld bleibt nur Training

Die Saison in der 3. Liga ist bis zum 6. Januar gestoppt.

Die Handballsaison unterhalb der beiden höchsten Profiligen wird zumindest am Niederrhein bis zum 6. Januar wegen der Corona-Pandemie nicht fortgeführt. Das ist das Ergebnis der Beratungen von diversen Verbandsgremien. Betroffen ist davon auch Drittligist HSG Krefeld. Nachdem das Präsidiums des Deutschen Handball Bundes dies beschlossen hatte, nickte der Handball Verband Niederrhein dieser Regelung ab. Der HVN ist für alle Ligen bis hinunter in die Kreisebene verantwortlich. Allerdings könnte sich bei den Amateur-Handballern die Pause noch länger hinziehen, wenn die Sporthallen in den Kommunen im Dezember weiter geschlossen bleiben und ein Trainingsbetrieb damit nicht möglich ist.

„Regional strukturierte 3. Liga ist attraktiver und wirtschaftlicher“

HSG-Trainer Felix Linden erwartet sein Team mit reduzierten Trainingszeiten weiter in der Glockenspitzhalle. Doch dem Wunsch der Krefelder, den Spielbetrieb irgendwie aufrecht zuhalten, wurde nach einer dreistündigen Videoschalte zwischen DHB und den betroffenen Drittligisten nicht entsprochen. Das Ergebnis der Beratungen ergab, dass die Fortsetzung des Spielbetriebs der 3. Bundesliga nicht so einfach ist.

Trotz der Anerkennung der 3. Liga als Profisport haben von 131 Mannschaften, mit 72 Männer- und 59 Frauenteams, derzeit ein Drittel keine Erlaubnis durch ihre Landes- oder Kommunalbehörden, weiter zu trainieren. Etwa die Hälfte dürfte den Spielbetrieb selbst ohne Zuschauer nicht aufnehmen. Diskutiert wird in der 3. Liga, wie es nach der Pause am 9. Januar weitergehen kann.

HSG-Geschäftsführer Andre Schicks ist eine Grundsatzentscheidung wichtig: „Bevor am 9. Januar in der 3. Liga tatsächlich der Ball wieder rollt, müssen konkrete Vereinbarungen über den weiteren Saisonverlauf bis zum Ende auf dem Tisch liegen“. Diskutiert wird, ob nur die Hinrunde der 3. Liga ausgespielt wird. Für die HSG wäre dies zum Nachteil, weil alle Spiele gegen die Topteams auswärts angesetzt sind. Schicks würde gerne diesen Vorschlag erweitern, danach könnten die ersten sechs Mannschaften, unter Mitnahme der Punkte der Hinrunde, in einer kleineren Rückrunde den Ligameister ausspielen.

Ein weiterer Vorschlag sieht vor, nach der Hinrunde die Aufstiegsrelegation auf jeweils zwei Mannschaften pro Gruppe der 3. Liga zu erhöhen, um eine größere Chancengleichheit hinzubekommen.

Schicks: „Alles ist noch unausgegoren, ich persönlich halte eine regional strukturierte 3. Liga für wesentlich attraktiver und wirtschaftlich überschaubarer.“ Kreisläufer Niklas Ingenpaß, der auf Leihbasis von Tusem Essen in Krefeld spielt, ist vom Bundesligisten zurückbeordert worden.