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Das nächste Topspiel für den KFC

Das nächste Topspiel für den KFC

Heute können die Uerdinger ihre Aufstiegsambitionen bei Alemannia Aachen untermauern.

Erst um halb eins in der Nacht zu Donnerstag kamen die Fußballer des Regionalliga-Tabellenführers KFC Uerdingen wieder in Krefeld an. Der lange Arbeitstag, mit dem 3:0-Sieg in Rödinghausen, lag erfolgreich hinter ihnen. „Müde, aber gesund“, sei seine Mannschaft danach gewesen, berichtete KFC-Trainer Stefan Krämer. Die Mannschaft hatte im Osnabrücker Land „die Tore zur richtigen Zeit erzielt“, in einer Partie, die nicht so drangvoll war wie noch gegen Viktoria Köln (1:1) und Westfalia Rhynern (7:0), doch gleichfalls erfolgreich.

Darum geht es im Aufstiegsrennen, das noch jede Menge Spannung an der Spitze bietet. Heute gastieren die Uerdinger am Aachener Tivoli. Und die Alemannia darf sich durchaus noch Hoffnung machen, selbst ein Wörtchen in der Meister-Frage mitzureden.

Auch Krämer ist der Meinung, dass das Anwärterfeld breiter ist als von vielen Beobachtern erwartet: „Für mich ist es nicht bloß ein Zweikampf mit Köln an der Spitze. Aachen und Borussia Dortmund sind auch noch im Rennen.“ Aachen hat ein Spiel weniger als der KFC bestritten und kann mit einem Heimsieg heute zum Spitzenduo dazustoßen. Dortmund hat noch drei Spiele nachzuholen, darunter auch das Duell mit Viktoria Köln. Es ist also noch viel „Was wäre wenn?“ an der Spitze der West-Staffel.

Krämer spricht daher auch von einem „Spitzenspiel“ am Tivoli. Der 51-Jährige war mit dem Pressing-Verhalten seiner Mannschaft in Rödinghausen nicht gänzlich einverstanden: „Der Gegner war unangenehm, wir haben etwa 20 Minuten gebraucht, um reinzukommen. Sie haben unsere erste Pressing-Linie überspielt. Als wir dann im 4-4-2 angelaufen sind, war es besser.“

In bestimmten Phasen waren die Uerdinger nicht so griffig wie zuletzt, auffällig waren auch einfache Ballverluste im Mittelfeld. Der 3:0-Erfolg war auch ein Ergebnis der konsequenten Chancenverwertung, wie man es in der Hinrunde beim KFC nur selten gesehen hatte. Das Sturmduo Musculus/Beister war in Rödinghausen an allen Toren beteiligt. Krämer: „Es ist gut möglich, dass beide in Aachen wieder beginnen.“

An anderen Stellen will Krämer offenbar die Belastung verteilen und Wechsel vornehmen. „Auf zwei oder drei Positionen wird es Änderungen geben. Wir haben einen gesunden und respektvollen Konkurrenzkampf“, sagte der Trainer. Schon in Rödinghausen hatte er Oguzhan Kefkir und Johannes Dörfler eine Pause gegönnt. Der gesperrte Connor Krempicki ist zurück im Kader. Auch Kevin Pino Tellez, den Krämer als „laufstarken Balleroberer“ schätzt, ist eine Option. Kai Schwertfeger war ein paar Tage krank, ist aber wieder fit.