Crefelder HTC richtet die Endrunde um den deutschen Hockey-Titel aus

Hockey : Titelverteidiger freut sich schon auf Krefeld

Omar Schlingemann, Trainer des deutschen Hockeymeisters Uhlenhorst Mülheim, plädiert für den Crefelder HTC als dauerhaften Ausrichter des Final-Four-Turniers.

23 Tage sind es nur noch. Dann wird der Crefelder HTC die nächste Endrunde um die deutsche Meisterschaft im Feldhockey ausrichten. Die Anspannung steigt bei den Gastgebern und Planern. Andernorts aber ist auch Vorfreude dabei, so wie bei Omar Schlingemann, Trainer des Titelverteidigers Uhlenhorst Mülheim bei den Männern: „Es wird wieder eine unglaubliche Endrunde werden. Im letzten Jahr war es überragend“, sagt der Niederländer, der am Mittwoch zu Besuch beim Crefelder HTC war und den Gastgeber in höchsten Tönen lobte: „Wer soll es sonst ausrichten? Ich würde mich freuen, wenn es hier so weitergehen würde.“

Ein Drittel der verfügbaren Karten sind bereits verkauft

2 800 Karten insgesamt hat der CHTC verkauft für beide Turniertage, ein Drittel der verfügbaren Tickets. Vorsitzender Dirk Wellen empfiehlt daher, den Vorverkauf zu nutzen. Gut denkbar sei es, dass man für den Final-Sonntag bald „ausverkauft“ meldet. Über 4 500 Besucher kämen dann auf der Gerd-Wellen-Anlage zusammen. Zahlen, die es in Deutschland beim Feldhockey eigentlich sonst nicht gibt. Schon im Vorjahr hatten die Krefelder neue Maßstäbe gesetzt.

Die Mülheimer sind aktuell die beste Mannschaft Deutschlands, rangieren auf Platz eins, zwei Punkte vor der Großmacht Rot-Weiß Köln. Als Erster will Uhlenhorst auch nach Krefeld kommen am 18./19. Mai. „Wir wollen zeigen, dass wir die Besten sind und erstmals seit 22 Jahren Rang eins in der Bundesliga belegen“, sagt Schlingemann. Seine junge Mannschaft stecke voller Tatendrang und Kreativität, allerdings fehle es ihr noch manchmal an der Erfahrung.

„Für die Athleten ist die Endrunde eine unglaubliche Belastung“

Das Format des Deutschen Hockey Bundes jedoch, Halbfinale und Endspiel binnen zwei Tagen stattfinden zu lassen, stößt auf Kritik. „Für das Publikum ist so ein Endturnier gut. Für die Athleten aber ist es eine unglaubliche Belastung“, sagt Omar Schlingemann. Play-offs über einen längeren Zeitraum seien eine Alternative. Dirk Wellen arbeitet mit weiteren Mitstreitern daran, dass die Bundesliga eine eigenständige Organisation wird, nicht mehr nur ein Schattendasein im Verband hinter den Nationalmannschaften führt und sich somit auch ein eigenes Endrunden-Format geben könnte. „Der internationale Termindruck war der Auslöser“, sagt Wellen: „Wir erhoffen uns von einer eigenen Struktur auch eine bessere Entscheidungsqualität in diesen Fragen.“

Mehr Rücksicht auf die Anliegen und Interessen der Bundesligavereine nehmen, eine bessere Vermarktung herstellen – das sei das Ziel. Ein Antrag soll dazu auf dem Bundestag am 25. Mai eingebracht werden. Wellen reist dafür schon mit seinen Mitstreitern durchs Land, um die Ideen der Krefelder vorzustellen.

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