Cherfi geht aus beruflichen Gründen

Fußball : Cherfi-Abschied mit Sieg

VfR-Trainer tritt nach sieben Jahren zurück. Assistenten Kevin Enke und Fabian Wiegers übernehmen beim Landesligisten.

Wie ein Abschiedsgeschenk seiner Mannschaft kann man den 1:0-Heimsieg von Landesligist VfR Fischeln gegen die SSVg Heiligenhaus verstehen. Cheftrainer Josef Cherfi nahm anschließend seinen Hut. Nach siebeneinhalb Jahren und 248 Spielen für den Krefelder Vorortclub zeichnet der 52-Jährige künftig nicht mehr für die Geschicke verantwortlich. Cherfi hatte die Mannschaft informiert, die Aufstellung für das letzte Hinrundenspiel noch einmal vorgegeben. Berufliche Gründe seien der Grund für den Rücktritt, wie Vereinsboss Thomas Schlösser sagt: „Es hat sich bei ihm eine berufliche Veränderung ergeben. Wir sind seinem Wunsch, ins zweite Glied zu rücken, auch wegen all seiner Verdienste für den Club nachgekommen.“

Cherfi soll Club in beratender Funktion erhalten bleiben

Cherfi soll dem Verein aber in beratender Funktion erhalten bleiben. Seine bisherige Assistenten Fabian Wiegers und Kevin Enke sollen die Mannschaft bis Saisonende als Trainer anleiten. Beiden überließ Cherfi in den vergangenen Wochen mehr und mehr die Bühne. Sie sollten im Hintergrund bereits für den Job vorbereitet werden für einen Tag X. Nun ist die Stabübergabe erfolgt. Der Rücktritt kommt in einer Zeit des Übergangs beim VfR Fischeln.

Schon im September stand
ein Rücktritt im Raum

Cherfi dachte bereits nach dem 1:6-Debakel Anfang September in Holzheim öffentlich über einen Rücktritt nach, zerknirscht vom Ertrag trotz des hohen Aufwands im Training. Fischeln-Chef Schlösser aber, der selbst im März das Zepter an der Spitze an einen Nachfolger nach 22 Jahren übergibt, kämpfte im WZ-Interview noch einmal um ihn. Cherfi blieb. Eine Einigung auf Zeit. Schlösser: „Er hat mir gesagt, dass er nach meiner Zeit nicht mehr Cheftrainer bleiben möchte. Er hätte das Amt ohnehin spätestens nach der Saison niedergelegt.“

Immer wieder Ausfälle
und Rückschläge

2017 erzielte Cherfi mit dem VfR Fischeln mit dem vierten Platz in der Oberliga das beste Ergebnis der Vereinsgeschichte. Seitdem ging es bergab. Sportlich begann die aktuelle Saison so ernüchternd wie die Vorsaison mit dem Abstieg endete.

Das Ziel Wiederaufstieg musste wegen ausbleibender Erfolge schnell begraben werden. Verletzte, Ausfälle, immer wieder Rückschläge. Das ist der VfR Fischeln im Herbst 2018.

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