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Busch-Memorial in Krefeld: Elf Pferde mit Mythico als Fragezeichen

Starterfeld mit viel Qualität : Alle Augen sind auf Mythico gerichtet

Am Samstag geht es auf der Galopprennbahn um 40.000 Euro Preisgeld. Das Starterfeld ist qualitativ stark besetzt.

Der Krefelder Rennclub-Präsident Jan Schreurs äußert sich begeistert über die sportliche Qualität des Busch-Memorials am Samstag um 15.05 Uhr auf der Galopprennbahn im Krefelder Stadtwald: „Es ist sensationell besetzt. Umso bedauerlicher ist die Tatsache, dass wir angesichts der Corona-Pandemie unverändert immer noch keine Zuschauer auf unserer tollen Anlage begrüßen können.“ So sind neben den Trainern, Reitern, Pflegern, Ärzten, Rennleitern, Vorständen und notwenigen Helfern   sowie den Medien nur die Besitzer der Pferde als Zuschauer zugelassen.

Elf Pferde laufen ab 15 Uhr in dem erneut von den Stadtwerken Krefeld begleiteten Europa-Guppe III-Rennen um insgesamt 40 000 Euro, davon 23 000 Euro für den Sieger. Im Vorjahr gewann der Hengst Rubaiyat das wegen Corona in Hoppegarten gelaufene Rennen. Die Suche nach seinem Nachfolger gestaltet sich kompliziert und macht das Wetten über die zahlreichen Online-Portale verbunden mit einer unterhaltsamen Live-Übertragung aller neun Rennen ab 13 Uhr besonders reizvoll.

Der amtierende Championtrainer Henk Grewe, ein Mann vom Niederrhein, schickt die vier Pferde Surin Beach mit Andrasch Starke, Sagamore mit Rene Piechulek, Kir Royal mit Michael Caddedu und Night Ocean mit Martin Seidl auf die 1700-Meter-Distanz.

Fünf Gegner laufen
zum ersten Mal

Der achtfache Champion Andrasch Starke durfte wählen, er nahm Surin Beach. Das ist ein Hinweis, aber erfahrungsgemäß auch keine Garantie.

Im Grunde gibt es im Elfer-Feld keinen sogenannten „Vollstreicher“, der nur das Feld füllt. So läuft auch der Winterfavorit Best of Lips mit Lukas Delozier und der Formstall von Peter Schiergen ist mit dem nachgenannten Lord Charming vertreten, den Champion Bauyrzhan Murzabayev reitet. Der Hengst Wintermond ist schon deshalb gefährlich, weil mit Sibylle Vogt der „Jockey des Jahres“ reitet. Vor zwei Jahren hat sie hier mit Winterfuchs gewonnen.

Nach seinem ertragreichen Gastspiel in Dubai erscheint der Niederländer Adrie de Vries im Sattel von Domstürmer und der Routinier Eduardo Pedroza hat großen Ehrgeiz im Sattel von Timoetheus. Ähnlich ist es mit Marco Casamento, der mit dem Außenseiter Kings of Leon ins Rennen geht.

Das große Fragezeichen dieser von unzähligen Spitzenpferden gewonnenen Leistungsprüfung ist Mythico, den Maxim Pecheur reitet. Mythico hat 2020 das Ratibor-Rennen in Krefeld gewonnen. Am 11.April ist er in Paris-Longchamp gelaufen und wurde rätselhafter Letzter. In Krefeld wird die Frage beantwortet, ob das nur ein einmaliger Aussetzer war und was der Sieg im Ratibor-Rennen wirklich wert war. Einen Vorteil hat das Pferd von Trainer  Jean-Pierre Carvalho vom Mülheimer Raffelberg: Rennkondition, denn fünf  der Gegner laufen 2021 zum ersten Mal in diesem Jahr.