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Blau-Weißen fehlt ein wenig die Cleverness

Blau-Weißen fehlt ein wenig die Cleverness

Mehr als 1000 Zuschauer haben das Bundesliga-Duell der Krefelder mit Rochusclub Düsseldorf verfolgt. Gäste gewinnen mit 4:2.

Krefeld. Den Auftakt zur Tennis-Bundesliga hatten sich die Verantwortlichen des HTC Blau-Weiß Krefeld vom Ergebnis vermutlich ein wenig besser vorgestellt. Am Ende eines interessanten Tennis-Tages jubelte zwar der Rochusclub Düsseldorf, der mit 4:2 gewann. Die eigentlichen Sieger waren aber die Zuschauer, die fast sechseinhalb Stunden hervorragendes Tennis im Stadtwald zu sehen bekamen. Es war zweifelsohne mehr drin für die Krefelder. Letztlich fehlte den Blau-Weißen das Glück, die Cleverness der Düsseldorfer gab den Ausschlag. Am Freitag stellt sich an gleicher Stätte (13 Uhr) der amtierende Deutsche Meister TK Kurhaus Lambertz Aachen vor, der gestern zum Einstand mit 5:1 gegen den TC Bruckmühl-Feldkirchen gewann.

„Wir haben heute großartigen Tennissport gesehen, wobei der Rochusclub in einigen Spielen einen Tick besser war. Das muss man einfach anerkennen“, sagte Blau-Weiß-Teamchef Olaf Merkel. Schon nach etwa drei Stunden Spielzeit führten die Gäste durch drei Einzelsiege mit 3:0. Dabei sah es zunächst nach einem positiven Start für die Krefelder aus, denn Matteo Viola knüpfte im Auftaktmatch gegen Pere Riba-Madrid an seine tollen Leistungen aus dem Vorjahr an. Dem mit zahlreichen Stop-Bällen durchsetzten Spiel des Spaniers begegnete der Italiener mit knallharten Returns, die ihm im ersten Satz eine 5:3-Führung bescherte. Als Viola bei eigenem Aufschlag zwei Satzbälle hatte, führte ein umstrittener Ball zu einer mehrminütigen Diskussion zwischen Riba-Madrid und dem Stuhl- und Oberschiedsrichter. Diese Unterbrechung war nicht so gut für die Konzentration von Viola, der danach nicht nur sein Aufschlagspiel verlor, sondern ohne einen weiteren Spielgewinn den Satz abgab. Auch im zweiten Satz schien die Konzentration des Italieners dahin, der klar unterlag.

Auf den beiden Nebenplätzen spielten Olivo Renzo und Antal Van Der Duim. Renzo verlor gegen den Georgier Teymuraz Gabashvili sehr schnell den ersten Satz und unterlag im zweiten Durchgang knapp im Tiebreak. Van Der Duim, der eigentlich nur für ein Doppel vorgesehen war, ersetzte den verhinderten Tunesier Jaziri. Er zeigte gegen seinen niederländischen Landsmann Jesse Huta Galung eine starke Leistung, konnte aber nicht gewinnen. Das Spitzeneinzel erlebten mehr als 1000 Besucher. Sie sahen ein großartiges Match zwischen dem Krefelder Martin Alund (90. der Weltrangliste) und Pablo Andujar, Nummer 45 der Welt. „Das Spiel hatte ein sehr hohes Niveau“, sagte Olaf Merkel. Alund unterlag letztlich, doch dieses Match war beste Werbung für den Tennissport. Auch in den Doppeln sahen die Zuschauer hervorragende Ballwechsel, dabei gewann Krefeld beide Spiele im Champions-Tiebreak.