Blau-Weiß: Nach der Pflicht folgte die Kür

Blau-Weiß: Nach der Pflicht folgte die Kür

Der Bundesligist vom Stadtwald hat zum großen Finale gegen den Rochusclub trotz klarer 1:5-Schlappe seine Fans unterhalten.

Krefeld. Es war die erwartet große Kür, auch wenn das Ergebnis nicht stimmte. Doch beim 1:5 gegen den Rochusclub Düsseldorf wurde der HTC Blau-Weiß Krefeld im letzten Spiel der Tennis-Bundesliga unter Wert geschlagen. 900 Zuschauer sahen nochmal großes Tennis im Stadtwald. Die Mannschaft von Teamchef Olaf Merkel hatte nur bei den Big Points Pech. Dreimal musste der Champions-Tiebreak herhalten, und der Rochusclub hatte jeweils das bessere Ende für sich.

"Ich bin insgesamt zufrieden. Es war für uns und für die Zuschauer zum Abschluss ein großer Tag", sagte Merkel. Beide Teams hatten noch einmal ein gutes Quartett auf die Asche geschickt. Der für Krefeld spielende Franzose Laurent Recouderc traf auf den spielfreudigen Spanier Alberto Martin. Recouderc steigerte sich nach einem 3:6 im ersten Satz, war aber im zweiten Durchgang im Tiebreak unterlegen.

Auch der zweite Punkt ging an die Gäste. Dennis van Scheppingen hielt zwar gegen Oskar Sabate Bretos mit, gewann auch den ersten Satz, doch der Spanier kämpfte sich heran und glich aus. Ausgeglichen verlief der Champions-Tiebreak, wobei van Scheppingen etwas die Kraft fehlte.

Den einzigen Punkt für Blau-Weiß verbuchte Juan Martin Aranguren im Schnelldurchlauf. Der Schwede Jonas Bjorkman hatte nicht den Hauch einer Chance und bekam nur drei Spiele mit. Mit Spannung wurde das Spitzeneinzel zwischen Brian Dabul und dem Evgeny Korolev erwartet.

Beide Akteure agieren auch in der ATP-Rangliste auf Augenhöhe, was sich bei vielen exzellenten Ballwechseln zeigte. Häufig gab es Szenenapplaus für beide Akteure. Dass letztlich der Russe gegen den Argentinier gewann, lag auch daran, dass Dabul Probleme mit dem Oberschenkel bekam. Er musste beim 7:10 im Champions-Tiebreak nur knapp die Segel streichen. 3:1 lautete der Spielstand für Düsseldorf nach den Einzeln.

Nun gab es vom Teamchef Merkel noch eine schöne Geste für die Akteure aus der zweiten Reihe. Sven André und Pasqal Wilkat bekamen ihre Doppelchance und durften gegen die Weltklasse-Spieler Alberto Martin und Oscar Sabate Bretos antreten. Die beiden Krefelder holten bei der 5:7, 3:6-Niederlage ein achtbares Ergebnis.

Auf dem Nebenplatz gab es erneut großes Tennis, denn Recouderc und Aranguren verloren erst im Champions-Tiebreak gegen Korolev/Bjorkman mit 7:10. Bleibt noch festzuhalten, dass Kurhaus Lambertz Aachen seinen Titel als Meister verteidigte und Bremerhaven sowie der TV Espelkamp absteigen müssen.