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Blau-Weiß Krefeld steht vor Meisterschaft in Tennis-Bundesliga

Tennis : In den Doppeln ist Blau-Weiß eine Macht

Krefelder Tennisverein könnte am Wochenende Deutscher Meister werden.

Ein oder zwei Tage wolle Olaf Merkel jetzt mal durchatmen, verriet der Teamchef von Tennis-Bundesligist Blau-Weiß Krefeld nach dem 4:2-Sieg am Sonntag in Aachen. Seine Spieler verschwanden naturgemäß zu diversen Turnieren über den Kontinent. Gratulationen und Videobotschaften erreichten Merkel aus Montreal, wo sich Jürgen Melzer und Marco Cecchinato gerade auf die US Open vorbereiten, aber auch aus Sopot, wo Stefano Travaglia am Wochenende das Finale gewonnen hatte. Er wird am kommenden Wochenende zur Verfügung stehen. Wie auch Rogerio Dutra Silva, der in Liberec das Finale verlor.

Sie alle hatten aus der Ferne verfolgt, dass der Spitzenreiter aus Krefeld seinen fünften Saisonsieg eingefahren hatte im siebten Vergleich. Keine Niederlage steht bisher in der Bilanz. Am Samstag auswärts gegen den letzten großen Konkurrenten um den Meistertitel, Grün-Weiß Mannheim, aber auch am Sonntag im Heimspiel gegen den Rochusclub Düsseldorf, geht es für die Krefelder um den deutschen Mannschaftstitel. Und ein Grund dafür, dass Blau-Weiß davon träumen darf, sind die Matchpunkte aus den Doppeln. Ein Unterschied zum Vorjahr, als Krefeld in vielen Duellen noch den Kürzeren zog und trotz guter Einzelleistungen wertvolle Punkte verspielte.

28 Matchpunkte haben die Krefelder bisher geholt, zehn davon in den Doppeln. An fünf der sieben Spieltage waren es die Doppelerfolge, die den Ausschlag für Krefeld gaben. Dreimal gewann das Stadtwald-Team sogar alle beiden Duelle. Hervorgetan hat sich in dieser Konkurrenz das italienische Duo Simone Bolelli und Paolo Lorenzi. Beide haben eine makellose Bilanz: Fünf Siege in fünf Spielen.

Das lässt verschmerzen, dass die Einzelbilanz von Lorenzi (1:3) und Bolelli (0:3) negativ ausfällt. In den Doppeln sind sie eine Bank. Dann, wenn der Tagessieg vergeben wird. Am Sonntag bezwangen die beiden das niederländische Duo nach Satzrückstand noch. Auf dem Nachbarplatz düpierten Federico Gaio und Andrea Collarini die Aachener Gille/Vliegen, die zuletzt das ATP-Turnier von Bastad gewonnen hatten und in Kitzbühel im Finale standen. Das Pendel schlägt in dieser Saison häufig zur Seite der Blau-Weißen aus. Oftmals ist auch das Spielglück dabei – ohne das man aber in der Bundesliga nicht Deutscher Meister wird.