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Tennis: Blau-Weiß ist im Stechen kaum zu schlagen

Tennis : Blau-Weiß ist im Stechen kaum zu schlagen

Von 13 Champion Tiebreaks in der Saison verlor der Tennis-Bundesligist nur einen.

Der Slowake Andrej Martin weiß wahrscheinlich gar nicht, was für eine außergewöhnliche Leistung er in der Tennis-Bundesliga am 7. Juli vollbracht hat. Damals besiegte er im Trikot des Gladbacher HTC seinen Krefelder Widersacher Alessandro Giannessi im Champions Tiebreak, einer Art Stechen im dritten Satz, mit 10:5. Er ist damit der einzige Spieler, der gegen Blau-Weiß in dieser Spielzeit einen Champions Tiebreak gewonnen hat. 13 Mal traten bisher Krefelder Akteure im Einzel und Doppel im entscheidenden dritten Durchgang an. Zwölf Mal gingen sie als Sieger vom Platz, nur einmal eben nicht: gegen Martin. Die Mannschaft von Teamchef Olaf Merkel ist Spitzenreiter nach sechs Begegnungen, punktgleich mit dem Team von Grün-Weiß Mannheim, mit dem man sich am Samstag, 10. August, in Mannheim misst.

Der Stadtwald-Klub ist im Stechen kaum zu schlagen. Ein Pfand im Meisterrennen. Merkel: „Das zeigt Nervenstärke, aber auch den absoluten Willen zu gewinnen. Natürlich braucht es auch immer ein bisschen Glück.“ Das war auch wieder im Heimspiel am Sonntag gegen den starken Aufsteiger Großhesselohe München zu sehen. In den Doppeln entschied sich der Tagessieg. Beide Krefelder Duos hatten zu kämpfen. Beide Doppel gewannen im dritten Satz. „Es ist faszinierend, wie sich alle reinknien“, lobte Merkel sein italienisches Quintett um Lorenzi, Bolelli, Giannessi, Mager und Travaglia.

Der Zusammenhalt ist stark ausgeprägt im Team. Das war bei den internen Feierlichkeiten nach dem 4:2 gegen Großhesselohe zu erkennen. „Es ist vorne alles ganz eng zusammen“, sagt Merkel über die Kräfteverhältnisse: „Am letzten Spieltag fällt die Entscheidung.“ Erst am Sonntag, 4. August, gegen Blau-Weiß Aachen, dann gegen Mannheim, dann kommt der Rochusclub. Und dann, so hoffen sie im Stadtwald, soll der große Coup gelingen.