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Adler Königshof verliert die zweite Mannschaft

Handball : Königshof verliert die zweite Mannschaft

Erste Mannschaft aus Uerdingen soll zur Adler-Reserve werden.

Knapp sieben Wochen vor dem geplanten Saisonstart der Niederrhein Handballer, am 4. September, ist Adler Königshof fast die komplette zweite Mannschaft abhanden gekommen. Zwölf Spieler des Verbandsligateams haben sich beim Klub abgemeldet. Selbst die Zukunft von Trainer Bodo Leckelt steht in den Sternen. Der ehemalige DDR-Nationalspieler soll neuer Männerwart werden.

Stand heute, müsste der Klub beim Ligen-Spielleiter seine Mannschaft abmelden. Denn derzeit bleiben fünf Spieler des Teams übrig. Vereins-Vorsitzender Christian Lauffs gerät dennoch nicht in Panik: „ Ich kann die Abmeldung von elf Spielern bestätigen. Tim Schumacher, als Zwölfter, wechselt in unsere erste Mannschaft. Doch wir arbeiten an einer Lösung, werden sehr wahrscheinlich eine komplett neue Mannschaft samt Trainer präsentieren. Doch so lange die Tinte unter der Vereinbarung nicht trocken ist, sage ich nichts weiter dazu.“

Pascal Piefrement wird neuer Adler A-Jugend-Trainer

Nach Informationen unserer Zeitung handelt es sich bei dem Wechselcoup um die komplette erste Mannschaft von Bayer Uerdingen, die nach Königshof auswandert. Das Team des Trainergespanns Axel Timmermann und Domenic Schmidt scheiterte mehrmals in der Gruppe 4, der Landesliga, am Aufstieg. Die sich anbahnende Lösung stünde beiden Seiten gut zu Gesicht. Ein weiteres Indiz für den erwarteten Wechsel ist zudem die Verpflichtung des Uerdinger Landesligaspielers Pascal Piefrement als neuer Adler A-Jugend-Trainer. Dies bestätigte Jugend-Koordinator Ralf Legermann.

Königshofer Spieler haben
sich in alle Winde verstreut

Großer Verlierer des ungewöhnlichen Wechselspiels wäre Bayer Uerdingen. Der ehemalige Drittligist spielte dann nur noch mit einer Senioren-Mannschaft in der Kreisliga B. Der Abgesang des ehemals so erfolgreichen Bayer-Handball scheint eingeleitet. Denn das gut aufgestellte, aktuelle A-Juniorenteam für die Nordrheinliga dürfte sich ein Jahr später kaum ohne sportliche Perspektiven auf Punktejagd in einer Kreisliga begeben.

Die Königshofer Spieler haben sich in alle Winde verstreut. So wechseln die Brüder Alexander und Thorsten Spoo zum Ligarivalen Turnerschaft St. Tönis. Thorsten Spoo sagt: „Vom Herzen her bin und bleibe ich Königshofer. Aber manchmal entwickeln sich die Dinge halt so, wie nun geschehen. Die Dynamik war allerdings so nicht zu erwarten. Wir beide haben einen sehr guten Draht zu Trainer Ljubomir Cutura und sind mit unseren 37 Jahren eben wegen der Erfahrung in St. Tönis gefragt.“