1000. Sieg für Jockey Bojko

1000. Sieg für Jockey Bojko

Zwei in Krefeld trainierte Pferde landen Heimsiege. Pagan Warrior nur Fünfter.

Krefeld. Im Waagebereich der Krefelder Galopprennbahn sind beim Umbau in den 1990er Jahren unübersehbare Tafeln aufgestellt worden, auf denen die in Deutschland tätigen Trainer und Jockeys abgebildet wurden, die mehr als 1000 Rennen gewonnen haben. Das ist für diese Berufsgruppe hierzulande eine magische Zahl. Wer diese Leistung erbringt, der „ist wer“. Beim Samstag-Renntag in Krefeld hat der Jockey Jozef Bojko (42) im Sattel von Lee Rocket sein 1000. Rennen gewonnen. Es muss also eine neue Tafel aufgehängt werden.

Der Slowake kam 1993 zu Trainer Hubertus Fanelsa nach Bremen, blieb diesem kleinen Stall lange treu und ist ähnlich verlässlich seit vielen Jahren bei Andreas Wöhler in Gütersloh tätig, für den er 2011 mit Waldpark das Deutsche Derby gewann. 2008 hatte er sich in Hamburg bei einem Sturz Wirbelverletzungen zugezogen. Seit Jahren zählt der Familienmensch zu den meistbeschäftigen Reitern in Deutschland. „Ich bin schon sehr stolz, diese Zahl erreicht zu haben“, kommentierte er freudig, aber auch gelassen das Erreichen der Marke.

Zwei der neun Rennen wurden von Krefelder Trainern gewonnen. Cyrus Sod punktete für Mario Hofer, Tochter Steffi saß im Sattel. Besondere Freude kam bei Erika Mäder nach dem Sieg von Dreamworks mit Koen Clijmans auf. Es war der erste Sieg der Trainerin seit dem 4. August. Auch damals hieß der Sieger Dreamworks. Für die größte Überraschung sorgte der aus Bulgarien angereiste Hengst Vip, den die Wetter unterschätzt hatten und der deshalb zur Riesenquote von 520:10 gewann.

Nicht gewonnen hat im 8. Rennen der Wallach Pagan Warrior von Trainer Uwe Schwinn aus Beckingen im Saarland. Nach acht Siegen in dieser Saison (die WZ berichtete) reichte es nur zu Platz fünf. Schwinn: „Es war mir schon klar, dass es schwer werden würde. Jetzt bekommt er eine Pause.“ Bis 150 Meter vor dem Ziel war er vorn dabei, dann schwächelte er.

Die erfolgreichsten Reiter waren Alexander Pietsch und Champion Andrasch Starke mit zwei Siegen. 89 Siege stehen bei Starke zu Buche, auf Platz zwei liegt Pietsch mit 59 Erfolgen. 100 Saisonsiege sind für Starke bei vier noch ausstehenden Renntagen bis zum 29. Dezember in Dortmund keineswegs ausgeschlossen.

Das große Finale wurde im Jagdrennen geboten, als der Wallach mit dem einprägsamen Namen Piekfein als 248:10-Außenseiter den Mitfavoriten Mister Moon besiegte, während der 20:10-Wettfavorit Baitsileir als Vierter an seiner fehlenden Routine scheiterte. Rennclub-Präsident Jan Schreurs sagte: „Wir werden auch 2014 weiter Jagdrennen veranstalten.“