Aktion Linner singen gegen rechts

Linn · Nachbarschaft will wichtiges Zeichen für Demokratie setzen

 Da das Eiscafé zu klein ist, verlagerte sich die Aktion vor die Tür auf die Straße.  

Da das Eiscafé zu klein ist, verlagerte sich die Aktion vor die Tür auf die Straße.  

Foto: Ja/Jochmann, Dirk (dj)

Eigentlich war es klar: „nettes Eiscafé“ ist an diesem Freitagabend zu klein. Auch wenn die Bestuhlung schon herausgeräumt worden war, stand die gleichgesinnte Linner Nachbarschaft teilweise draußen vor der Tür auf der Albert-Steeger-Straße. Die Männer und Frauen sangen „bunte Lieder gegen rechts“, wollten damit ein kleines, aber wichtiges Zeichen setzen für Demokratie. Zwei der Linner Rampensäue, Rainer Werks und Peter Winkmann, hatten sich mit Anette Jagßenties, der Inhaberin des Cafés, zusammengetan und diesen Abend geplant. Bürgervereins-Vorsitzender Hubert Jeck war auch dabei. „Wir spielen ,Griechischer Wein`, ,Butterfly` und alles, was die Leute möchten“, sagt Winkmann. Besucherin Elke Bräunl erklärt: „Wenn in Linn etwas Derartiges geplant wird, will ich dabei sein.“ Susanne Brux sagt: „Ich habe schon an der großen Demo in der Stadt teilgenommen. Wir müssen Zeichen setzen und dafür Freitagabend die Couch verlassen. Ich klingele jetzt weitere Nachbarn raus.“ cf