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Kulturterrasse auf den Südbahnhof: Relaxen auf dem Bahnsteig

Kulturterrasse auf den Südbahnhof: Relaxen auf dem Bahnsteig

Das Gewinnerteam setzt eine Kulturterrasse auf den Südbahnhof. Wann sie kommt, bleibt jedoch offen.

Krefeld. Relaxen im Grünen in unmittelbarer Nähe zur Stadt — das will die Stadtterrasse über dem Südbahnhof möglich machen. Die Preisträger des Wettbewerbs, die am Mittwoch vorgestellt wurden, machen jedenfalls Geschmack auf mehr.

Kulturterrasse auf den Südbahnhof: Relaxen auf dem Bahnsteig
Foto: Bischof, Andreas (abi)

Im Entwurf des Gewinnerteams A24 Landschaftsarchitektur aus Berlin rollt eine Skaterin über eine begrünte Promenade, auf Podesten genießen die Städter die kleine Oase. Ein Entwurf, der vor allem durch das Motto „Weniger ist mehr“ besteche, wie Dezernent Thomas Visser die eindeutige Entscheidung der Jury erklärt.

Kulturterrasse auf den Südbahnhof: Relaxen auf dem Bahnsteig
Foto: Bischof, Andreas (abi)

Hier werden zudem die Gegebenheiten geschickt eingearbeitet und zur Kulturterrasse ummodelliert. So werden Treppenaufgang des Südbahnhofs und Entlüftung in ein Holzpodest integriert, das als Auditorium fungiert, der ehemalige Bahnsteig wird zur Bühnenplattform, das mittlerweile entstandene Ahornwäldchen lediglich etwas ausgelichtet.

Abgeschlagen sind zwei weitere Entwürfe jeweils auf dem dritten Platz gelandet. Selbst der erste Platz wird auf seine Realisierung aber noch warten müssen. Hat die Stadt trotz zu erwartender Fördergelder aus dem Stadtumbau West doch einen Eigenanteil zu leisten. „Der Südbahnhof ist ein wichtiger Meilenstein für die Südstadt“, gibt Oberbürgermeister Gregor Kathstede zwar ein klares Bekenntnis ab, doch der Nothaushalt diktiert Zurückhaltung: Die Terrasse werde „so schnell wie möglich“ kommen. Visser hofft, „dass wir im Rahmen der Haushaltsplanung 2015/16 tätig werden können“.

Damit würde endlich der erste Teilabschnitt eines mehr als 20 Jahre alten Planes realisiert — die sogenannte Bahnpromenade zwischen Hohenbudberg und Forstwald. In einem Rutsch sei das nicht zu schaffen, stellt Visser klar. Mit den Bauten der Hauptfeuerwache und am Verschubbahnhof könnten aber immerhin die Voraussetzungen für weitere Abschnitte geschaffen werden.