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Stadtteil-Check in Cracau: Kulturrampe: Das geglückte Teilzeit-Experiment

Stadtteil-Check in Cracau : Kulturrampe: Das geglückte Teilzeit-Experiment

Punk aus Mexiko, Country aus New York oder Grunge aus Krefeld — Markus „Pille“ Peerlings holt die Vielfalt an Konzerten in seinen Club.

Krefeld. „Es läuft gut, ich nenne die Kulturrampe jetzt meinen Schrebergarten“, sagt Markus „Pille“ Peerlings. Mit diesem Bild beschreibt der 46-Jährige liebevoll die Veränderung, zu der er sich Anfang des Jahres entschieden hat. Peerlings arbeitet 40 Stunden in der Woche in einem Theater in Essen als Hausmeister und Veranstaltungsassistent — macht im Prinzip also das, was er schon seit fast zehn Jahren in seinen Räumen auf dem Großmarkt macht — und schraubt gleichzeitig die Zahl der Konzerte, die er in der Kulturrampe organisiert, herunter.

Der Vorteil: „Der Druck ist jetzt nicht mehr so groß.“ Mit Konzerten von eher unbekannten Bands sei es schwierig geworden, Publikum zu gewinnen und Geld zu verdienen. Peerlings vermutet, dass dies einerseits mit den vielfältigen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und andererseits mit dem Bedürfnis, in einem begrenzten Freizeitfenster keine Experimente machen zu wollen, liege.

Für den 46-Jährigen habe hingegen gerade das musikalisch Unbekannte seinen Reiz. „Es ist doch auch langweilig, immer am gleichen Ort Urlaub zu machen. Spannender ist es doch, neue Eindrücke zu sammeln und Sachen auszuprobieren.“

Seit 2009 hat Peerlings mit der Kulturrampe einen Club etabliert, in dem die Besucher Bands für sich entdecken können.

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