Kunst im öffentlichen Raum Zangs-Plastik „Straßenvernetzungen“ ziert neues Autobahn-Gebäude

Krefeld · Die Arbeit des Krefelder Künstlers Herbert Zangs wurde gerettet, restauriert und ist vom alten Standort umgezogen.

 Die Plastik „Straßenvernetzungen“ von Zangs ziert nun das Autobahn-Gebäude.

Die Plastik „Straßenvernetzungen“ von Zangs ziert nun das Autobahn-Gebäude.

Foto: Andreas Bischof

Blickt man auf die von der BOB AG gebaute neue Rheinland-Niederlassung der Autobahn GmbH am Willy-Brandt-Platz hinter dem Bahnhof, so sieht man dort ein sonderbares Gebilde an der Fassade. Bei näherer Betrachtung entpuppt sich das verästelte, aus vielen linearen und geometrischen Formen gefügte Gebilde als ein Kunstwerk, eine Drahtplastik, genauer gesagt. Mit ihrem satten Blau, auf dem andere metallische Facetten angebracht sind, wirkt die Arbeit extrem modern. Und mit Fantasie lässt sich zwischen ihr, ihren Formen und ihrer Anmutung ein durchaus sinniger Zusammenhang zu dem Nutzer dieses Gebäudes herstellen. Immerhin wird dort bald alles rund um die großen Autobahnnetze im Rheinland gelenkt werden – und das Kunstwerk mutet wirklich ein wenig an, wie eine Hommage an diese Strukturen. Doch das Werk ist nicht etwa eine neue Auftragsarbeit, um dem Neubau eine gewisse Raffinesse zu verleihen. Es hat eine lange und zuletzt auch fast schon abenteuerliche Geschichte und diese beginnt mit dem durchaus exzentrischen, aber in seiner Bedeutung nicht zu unterschätzenden Krefelder Künstler Herbert Zangs. Der just in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte.