Wie es mit Ronja weitergeht

Wie es mit Ronja weitergeht

Schüler haben sich eine Fortsetzung der Räubergeschichte ausgedacht.

Krefeld. Die anfängliche Skepsis ist verflogen. „Ich wusste gar nicht, wie viel Fantasie in mir und der ganzen Klasse steckt“, sagt der elfjährige Till. Und Lena (12) fand es „spannend, an richtigen Theaterproben teilzunehmen“. Die Mädchen und Jungs besuchen die sechste Klasse des Gymnasiums Fabritianium — sie nehmen mit ihrem Theaterprojekt am „Kulturrucksack“ teil.

Die Idee stammt vom Schul-Sozialpädagogen Joachim Watzlawik und der Lehrerin Carmen Galts. Am Anfang stand der Besuch des Weihnachtsmärchens im Stadttheater, Astrid Lindgrens „Ronja Räubertochter“. „Aufgabe war es dann, die Geschichte weiterzudenken“, erklärt Galts, selbst Theater-Enthusiastin. Sie konnte das Projekt sogar in den laufenden Lehrplan integrieren.

Zusätzlich ins Boot kam Theaterpädagoge Dirk Schwantes. Er ermöglichte den Schülern Blicke hinter die Kulissen und half beim Erarbeiten des eigenen Stücks. Zuerst wurden Ideen gesammelt, dann gelang es Galts und Watzlawik, die Kinder zu einer gemeinsamen Geschichte zu führen.

Die Proben sollen nun nachmittags stattfinden. „Schließlich müssen wir weiter im Lehrplan“, sagt Galts. „Die Kinder sind gespannt — und das, obwohl sie freie Nachmittage für ihr Stück hergeben.“ Schließlich winkt als Belohnung eine Aufführung im „richtigen“ Stadttheater. Premiere des Stücks soll im April im Glasfoyer des Krefelder Theaters sein.

Das Bühnenbild wird mit Mitarbeitern des Theaters aus Fototapete gezaubert, und der zwölfjährige Emil, der dem Projekt am Anfang nichts abgewinnen konnte, aber gut malen kann, soll mitgestalten. Und wie geht es nun weiter mit Ronja? Im Mattiswald wollen Investoren ein Shopping-Center errichten. Doch Ronja und Birk schmieden Pläne, wie sie das verhindern können. „Teamarbeit am und im Stück“, freut sich Joachim Watzlawik.

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