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Eissport: Werner-Rittberger-Halle soll im Dezember wieder öffnen

Eissport : Werner-Rittberger-Halle soll im Dezember wieder öffnen

Sportausschuss: Dringlichkeitsbeschluss über das Verfahren bei den Reparaturen in der Werner-Rittberger-Halle.

Krefeld. Die eissporttreibenden Vereine der Stadt können dem Weihnachtsfest optimistisch entgegensehen. Der Sportausschuss versammelte sich am Donnerstag zu einem informellen Votum, um die notwendigen Reparaturen in der Werner-Rittberger-Halle auf den Weg zu bringen. Wird der avisierte Zeitplan eingehalten, soll die Halle Mitte Dezember wieder „unter Eis stehen“.

Kosten wird die Maßnahme rund 32 000 Euro. Bezahlt werden sollen die Reparaturen an Rohren und Ventilen aus der Sportpauschale. Dezernent Thomas Visser sagt zur Dauer der Schließung der Halle: „Wir gehen nicht davon aus, dass die Qualität des Eissports in der Stadt nachhaltig verlorengeht.“

Die Halle musste vor rund zwei Monaten geschlossen werden, weil die Gefahr eines Austritts von Ammoniak im Leitungssystem festgestellt wurde. Die Analyse des Schadens hat ergeben, dass mit der Reparatur nur ein erster Schritt gemacht wird, die Halle zeitnah den Verein wieder zur Verfügung zu stellen. Die größere Lösung, mit der Erneuerung der Mess-Regeltechnik, ist ab Frühjahr 2016 vorgesehen. Die Kosten dafür beliefen sich, so Sportamtsleiter Detlef Flick, auf weitaus mehr als die 32 000 Euro der ersten Reparaturstufe. Gleichwohl soll die Verwaltung in Gesprächen mit der Seidenweberhaus GmbH prüfen, ob bis Weihnachten den Clubs auch Eiszeiten im König-Palast zur Verfügung gestellt werden können. Visser: „Wenn wir das verbindlich verabreden, dann marschieren wir.“

Weniger optimistisch sind die Prognosen in der Belegung von Sporthallen angesichts der steigend Zahl an Flüchtlingen. Die zu Jahresbeginn geschätzte Größenordnung ist in Krefeld aktuell um über 300 überschritten. Visser: „Krefeld hat bis heute 1900 Flüchtlinge aufgenommen.“ 600 von ihnen sind in sieben Sporthallen untergebracht. Die Sportler akzeptieren den Ernst der Lage der Flüchtlinge, sagt Visser. Sollte allerdings ein Zugriff auf weitere Hallen erfolgen, bräche das Kartenhaus zusammen.

Mehr als Appelle blieben dem Sportausschuss nicht - den an Eigentümer, freistehenden Wohnraum zur Verfügung zu stellen, an die Verwaltung alternative Wohnungen zu schaffen und damit zugleich die jetzt noch genutzten großen Hallen den Vereinen weiterhin für ihre sportlichen Aktivitäten zu reservieren.