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Was macht eigentlich der Krefelder GKK?

Kunst : Das macht die Künstler-Gemeinschaft

Der Künstlerverein meldet sich zaghaft aus der Corona-Pause zurück.

Auch wenn die Artothek schon wieder geöffnet ist, sogar mit einem Kunstwerk des Monats auf sich aufmerksam macht, war es zuletzt etwas still um den Verein Gemeinschaft Krefelder Künstler (GKK). Was angesichts der Corona-Situation zunächst kein Wunder war, immerhin war lange Zeit an Ausstellungen oder Ähnliches nicht zu denken. Doch die Lage hat sich schrittweise geändert. Als Beobachter der Krefelder Kunstszene durfte man sich schon fragen, was die GKK plane, jenseits dessen, dass die Artothek wieder die Kunst ihrer Mitglieder zum Ausleihen bereitstellt. Denn gerade was Kunst anbelangt – Ausstellungen und Museen sind, unter Auflagen, wieder offen – ist inzwischen wieder vieles möglich.

Die Vorsitzende des Vereins, Edith E. Stefelmanns, und die Leiterin der Artothek, Brigitta Heidtmann, stellten sich also nun unseren Fragen. Und die Lage ist durchaus komplex. In Anbetracht der Einschränkungen, die Corona mit sich bringt, hierbei geht es vor allem auch um die Frage, wie viele Menschen sich zeitgleich in den Räumen der GKK, dem Kunst-Spektrum in der St.-Anton-Straße 90, aufhalten können, entschied man sich zunächst alle Ausstellungen in diesem Jahr abzusagen, erklärte uns Stefelmanns zunächst. Dabei sprach sie auch davon, dass nur sehr wenige Personen überhaupt zeitgleich im Kunst-Spektrum sein dürfen – laut ihrer Information „einer pro Raum“ –, und dass unter diesen Umständen Ausstellungen für Künstler nicht realisierbar seien.

Eine Gemeinschaftsausstellung soll es im Oktober geben

Aber je nachdem, wie sich die Lage entwickele, denke man daran, die Frage nach Ausstellungen neu zu bewerten und bei näherem Nachfragen entpuppt sich die Absage aller Ausstellungen der GKK als eine Absage aller bisher geplanten Einzelausstellungen – neue Planungen sind da explizit ausgenommen. Und ganz reale Pläne gebe es schon für eine Gemeinschaftsausstellung im Oktober (9. Oktober bis 13. November), bei der 32 Künstler die Objektkästen der GKK neu bestücken. Medial soll die Entstehung dieser Ausstellung zudem auch begleitet werden, und Stefelmanns selbst denkt darüber nach, Filmporträts von Ateliers einzelner GKK-Künstler zu machen, die dann auch über soziale Medien gezeigt werden sollen. Also auch diesen Weg lässt man trotz der zunächst scheinbaren Schockstarre offen und nutzt neue Medien für den Kontakt zum Publikum. Auch erörtere man, wie die Kulturrucksack-Aktion zur Artothek, die ausfallen musste, nachgeholt werden kann. Es tut sich was bei der GKK. Eine Freiluft-Ausstellung am Westwall zu gestalten, sei auch denkbar.

Und die abgesagten Ausstellungen? „Wenn man jetzt nachfragen würde, würde sich die Lage vielleicht ändern“, erklärt Stefelmanns. Man darf gespannt sein.

gkk-ev.de