Treppenwitz im Stadthaus mit vier Comedians

Krefelder Perspektivwechsel : Treppenwitz im Stadthaus mit vier Comedians

Das Kartenkontingent für den 21. und 22. Juni ist begrenzt, deshalb sollte man sich schnell anmelden.

Mit dem Krefelder Perspektivwechsel richtet das Stadtmarketing in diesem Jahr den Blick auf die Baukultur. Neben einem umfangreichen Programm diverser Akteure entwickelte das Team um Fachbereichsleiter Uli Cloos dafür auch eigene Formate. Beim „Krefelder Treppenwitz“ werden Architektur und humorvolle-künstlerische Aspekte vereint. Am Freitag, 21., und Samstag, 22. Juni, kommt es zu einer MixedArt-Show im Treppenhaus des Stadthauses. Vier Comedians treten auf. Die architektonische Einstimmung beginnt um 19 Uhr, das humorvolle Programm startet um 20 Uhr. Der Eintritt kostet 15 Euro inklusive Getränke.

Thomas Schmidt aus Köln präsentiert mit einer beeindruckenden Gelassenheit in seinem neuen Live-Programm „Alles kann, nichts muss“ alltägliche Absurditäten, die er genüsslich aufsaugt und originell verarbeitet. Die Düsseldorferin Katharina Schmidt kämpft, singt und rapt sich – bewaffnet mit urkomischem Pragmatismus und einer kleinen Ukulele – durch das Schlachtfeld menschlicher Beziehungen.

Beim Krefelder David Werker hat mit Mitte 30 das Erwachsenenleben begonnen. Und auch er kämpft sich durch, von der Kita-Plätze-Vergabe-Mafia bis zu Männer-Haartönungsprodukten im Farbton „Avocadokern seidenmatt“. Der zweite Lokalpatriot, Kristian Kokol, ist ein witziges Phänomen und tritt regelmäßig in der deutschen Kleinkunst-Landschaft in Erscheinung, war jedoch auch schon in Montreal und New York auf „den Brettern“. Manche sagen, er ist wie ein Film. In der Regie ein „Quäntchen“ Tarantino, auf der Bühne mit der darstellerischen und inhaltlichen Anarchie eines Clowns versehen.

Das vom namhaften Architekten Egon Eiermann entworfene Stadthaus wurde in einem betont einfachen Stil gebaut. Durch die Anordnung und die Transparenz der Gebäudeteile gelang es ihm, den strengen Kubus des Hochhauses optisch aufzubrechen. Durch einen Windfang gelangt der Besucher in das lichte und helle Foyer des Flachbaus. Die Haupttreppe ist ähnlich einer Skulptur frei in den Raum gestellt und entfaltet damit eine besonders reizvolle, ästhetische Raumwirkung auf den mit kleinteiligem Mosaik belegten Fußboden, der sich auf Treppenstufen und Zwischenpodesten wiederholt. Das Geländer aus Stahl-, Holz- und Aluminiumelementen wurde vom Büro Eiermann speziell für diesen Bauauftrag entworfen.

Weitere Termine für den Krefelder Treppenwitz sind am 5. und 6. Juli mit Fee Badenius und Tim Linde im Kaiser-Wilhelm-Museum, am 9. und 10. August mit Poetry Slammern im Treppenhaus des Rathauses und am 6. und 7. September mit Stefan Verhasselt in der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule. Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung erforderlich, entweder per E-Mail an bauhaus100@krefeld.de oder unter der Telefonnummer 36 60 15 15.

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