Theater Krefeld und Mönchengladbach Das bringt das Schauspiel 2022/23

Krefeld · Die WZ stellt die Spielzeit am Theater Krefeld und Mönchengladbach spartenweise vor. Diesmal die Schauspiel-Premieren in Krefeld in der ersten Saison des neuen Schauspieldirektors Christoph Roos.

 Christoph Roos ist der neue Schauspieldirektor am Theater Krefeld und Mönchengladbach.

Christoph Roos ist der neue Schauspieldirektor am Theater Krefeld und Mönchengladbach.

Foto: Ken Werner

Was die Schauspielsparte anbelangt – die WZ stellt die Spielzeit 2022/23 des Theaters Krefeld und Mönchengladbach vor – wird die kommende Saison eine sehr besondere. Der aktuelle Schauspieldirektor Matthias Gehrt hört in dieser Position auf, wird indes noch mit der Reihe „Außereuropäisches Theater“ erhalten bleiben. Sein Nachfolger ist der vom Ensemble selbst demokratisch gewählte neue Schauspieldirektor Christoph Roos – unsere Redaktion berichtete. Und mit ihm kommt natürlich auch in gewisser Weise ein neuer Wind, wenngleich natürlich noch Produktionen aus der Corona-Zeit und schon geplante, auch aus Mönchengladbach übernommene Inszenierungen, mitschwingen.

Die Schauspielsaison am Krefelder Haus – und darauf konzentriert sich unsere Lokalausgabe selbstverständlich – beginnt am 3. September mit „Alles Weitere kennen Sie aus dem Kino“. Roos, der selbst Regie führt, gibt mit dieser Inszenierung sozusagen seine Visitenkarte ab, obzwar er für das aufmerksame hiesige Publikum kein Unbekannter sein dürfte. In dem Werk reanimiert der britische Dramatiker Martin Crimp Euripides‘ Drama „Phönizierinnen“, die Tragödie um Ödipus und seine Söhne Eteokles und Polyneikes und deren erbarmungslosen Krieg um Theben. „Ein Staat sei nun mal keine Tafel Schokolade, die man einfach so teile. Das kann auch ,Mami‘ Iokaste nicht ändern. Nur die Fragen werden mehr. Lautet die Antwort auf Unrecht immer Gewalt? Wiegen die Äpfel absoluter Macht mehr als die Orangen internationaler Allianzen? Kennen wir wirklich alles Weitere aus dem Kino? Und wer stellt hier eigentlich die verdammt vielen Fragen?“, fragt sich das Theater.