Textilmuseum: Geld und Bücher für Bibliothek

Textilmuseum: Geld und Bücher für Bibliothek

Die Linner Institution erhält nach Bericht viele Spenden.

Krefeld. Kaum waren die Artikel erschienen, schon klingelte in Linn das Telefon: Viele Buch- und Geldspender haben sich in den vergangenen Tagen im Textilmuseum gemeldet, nachdem die WZ und andere Medien über die Bibliothek des Museums berichtet hatten. „Die tolle Berichterstattung hat eine große Resonanz unter Krefelder Bürgern ergeben“, sagt Museumsleiterin Annette Schieck.

Zwar verfügt die Bibliothek über eine einzigartige Sammlung von Fachliteratur aus dem 17. bis 21. Jahrhundert, die für Promotionen, Aufsätze und Ausstellungen genutzt werden kann. Doch dieser Schatz ist bislang nicht online verfügbar. Um die Daten in einen recherchierbaren Katalog zu übertragen und an Universitätsdatenbanken anzubinden, fehlte bislang das Geld.

Dies scheint sich nun zu ändern. Ein anonymer Spender hat finanzielle Unterstützung in Aussicht gestellt. „Das lässt die Überführung der Datenbank in greifbare Nähe rücken“, sagt Schieck. „Wenn sich noch ein, zwei Sponsoren engagieren, können wir diesen Service für die nationalen und internationalen Nutzer unserer Bibliothek verwirklichen.“

Die Berichterstattung hat außerdem für weitere Buchspenden gesorgt: „Es wurden zahlreiche wertvolle Bücher gestiftet, die unseren Bestand hervorragend ergänzen“, sagt Annette Schieck. Darunter sind eine handschriftliche Publikation aus dem 19. Jahrhundert und eine Erstausgabe von „Die Frau im 18. Jahrhundert“, erschienen im Jahr 1920.

Die Bibliothek des Deutschen Textilmuseums mit mehr als 10 000 Bänden ist öffentlich zugänglich. Nicht nur Wissenschaftler und Studenten können dort forschen, sondern jeder Bürger, der sich für textile Themen interessiert. cel

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