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Südbezirk: Kunst geht auf die Straße

Südbezirk: Kunst geht auf die Straße

Neuer Verein will vom Südbahnhof aus neue Impulse für den Stadtteil geben.

Krefeld. Manuel Schroeder ist sich sicher: "Krefeld braucht neue Impulse", sagt der Künstler. Mit Gleichgesinnten hat er den Verein "Raumordnung - Gesellschaft für urbane Kunst und Gestaltung" gegründet, der seinen Sitz im neuen Kulturzentrum Südbahnhof hat. Ein frisch renovierter Raum wird als Büro und Kontaktstelle dienen. Ziel ist die Schaffung einer aktiven Kunstszene auf lokaler Ebene, die über die Stadtgrenzen hinaus gut vernetzt ist.

Neben Schroeder sind auch die drei weiteren Gründungsmitglieder künstlerisch aktiv: Julie Stearns ist Schauspielerin und Dozentin an der Essener Folkwangschule, Swantje Lichtenstein ist Schriftstellerin und Professorin für Literatur an der Fachhochschule Düsseldorf, Thomas Kruthmann ist ebenfalls Schauspieler. "Kunst und Kultur sind wichtige Investoren für die Stadtentwicklung", meint Kruthmann, der in Köln den "Raketenclub" betreibt. Die Mixtur aus Schauspiel, Musik und Literatur hat er bewusst im problematischen Kölner Norden angesiedelt.

Im Krefelder Südbezirk sieht er ähnlichen Handlungsbedarf. So startet das erste Projekt mit dem schönen Titel "Lichter der Großstadt" direkt vor der Haustür: Schüler des Fichte-Gymnasiums sammeln ein Jahr lang fotografisches und akustisches Material aus dem Südbezirk und stellen das Ergebnis künstlerisch dar.

Solche Projekte, die die Menschen direkt auf der Straße erreichen und Kunst mit Sozialem verbinden, haben Schroeder und Stearns schon erfolgreich in Duisburg angeboten. Hier in Krefeld möchten sie mit Hochschulen, Kulturämtern und Künstlervereinen in der Region zusammenarbeiten. "Kultur setzt Lichtpunkte", lautet die Devise. Die Stiftung Kunst Kultur und Soziales der Sparda-Bank West hat dem Verein 15.000 Euro Startkapital zur Verfügung gestellt.