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Stiftung rettet den Literaturpreis

Stiftung rettet den Literaturpreis

Jury hatte mit Rücktritt gedroht.

Krefeld. Mit einer einmaligen Spende von 10 000 Euro hat die Kulturstiftung der Sparkasse die Stadt vor einem Eklat bewahrt. Dank der Förderung, die am Dienstag vom Kuratorium bewilligt wurde, kann der Niederrheinische Literaturpreis auch im Jahr 2014 vergeben werden.

Wie berichtet, war es Teil der jüngsten Sparbeschlüsse, die Preisverleihung, die seit 1992 jährlich stattfindet, in den Jahren 2013 und 2014 auszusetzen. Doch das hätte die mit Experten besetzte Jury nicht hingenommen. „Das wäre unverantwortlich. In diesem Fall wären wir wohl geschlossen zurückgetreten“, sagt der Juryvorsitzende Jens Dirksen auf WZ-Anfrage.

Im Haushaltssicherungskonzept war sogar die Rede davon, den mit 10 000 Euro dotierten Preis generell nur noch alle drei Jahre zu vergeben. „Dann wäre er tot“, betont der Journalist und Literaturkritiker Dirksen, der seit fast 15 Jahren in der Jury sitzt. Die jährliche Verleihung des Preises sei eine Voraussetzung dafür, dass er überregional wahrgenommen werde. „Außerdem gehört es zur Idee, dass durch das beachtliche Preisgeld auch neue Bücher entstehen können.“ Mit der einmaligen Pause in diesem Jahr können Dirksen und seine Jurykollegen leben: „Wenn gespart wird, kann die Kultur nicht sagen: ,Wir aber nicht!’“

Kulturdezernent Gregor Micus zeigt sich ebenfalls erfreut über das Engagement der Stiftung: „Der Niederrheinische Literaturpreis ist ein Alleinstellungsmerkmal für Krefeld. Er ist in Fachkreisen anerkannt und wird bundesweit wahrgenommen. Ihn zwei Jahre nicht zu vergeben, wäre schädlich gewesen.“