Serenadenkonzerte sind ein Erfolg

Serenadenkonzerte sind ein Erfolg

Kulturreihe geht in die 59. Saison. Auch die Künstler sind voll des Lobes.

Krefeld. Mit der fast abgeschlossenen Konzertreihe der Serenaden 2016/17 ist man im Kulturbüro sehr zufrieden. „Die Serenaden gehen jetzt in die 59. Saison. Das spricht für sich!“, meint Jürgen Sauerland-Freer. Der Leiter des Kulturbüros blickt nicht ohne Stolz auf die älteste Konzertreihe in Krefeld. Jürgen Eichendorf, der für das Programm und die gesamte Organisation hinter der Konzertreihe verantwortlich ist, ist ebenso zufrieden. „Die Zahl der verkauften Abos ist konstant geblieben und die Zahl der verkauften Saisonkarten sogar leicht angestiegen. Der Verkauf an der Abendkasse blieb auch konstant.“

Trotzdem gab es über die Saison hinweg immer wieder eine unterschiedliche Auslastung. Woran es liegt, dass die Nachfrage unterschiedlich ist, an den Ensembles oder den Programmen, nachvollziehbare Tendenzen kann Eichendorf nicht festmachen. Als Mittler zwischen den Musikern und dem Publikum kann er bei der Präsentation des neuen Serenadenprogramms ein Lob weiter reichen. „Die Musiker schätzen die angenehme Atmosphäre im Rittersaal und das fachkundige Publikum.“

Aber auch die Chemie scheint zwischen vielen Ensembles und Eichendorf zu stimmen. So hört er von Musikern, die bereits ein- oder sogar mehrmals im Rittersaal aufgetreten sind: „Bei Euch ist es immer so nett!“ Und aus der guten Vorbereitung und Zusammenarbeit hinter den Kulissen ergibt sich dann oftmals eine Zusage für einen erneuten Auftritt zu alten Konditionen.

Seit „Bayer Kultur“ aus der Konzertreihe ausgestiegen ist, muss das Kulturbüro mit seinem Etat auskommen. Da ist es ein Gewinn für die Kammermusikliebhaber, dass Ensembles mit gestiegenem Marktwert nach dem Gewinn von Auszeichnungen trotzdem noch gerne in der Reihe der Serenadenkonzerte mitspielen.

Auch in der nächsten Saison wird das Silvesterkonzert einen besonderen Höhepunkt und unterhaltsam musikalischen Jahresausklang darstellen. Das Querflötenquartett VerQuer wird mit ungewohnten wie vertrauten Klängen aufwarten.

„Auch in einer eher konservativen Konzertreihe wollen wir einen wilden Ritt durch Stile und Epochen bieten,“ meint der Krefelder Flötist Max Zelzner. Da die Originalliteratur für ein klassisches Flötenquartett recht beschränkt ist, haben die vier das Überschreiten von Grenzen und viel Kreativität mit ihren Instrumenten auf ihre Fahnen geschrieben. Flute-boxing bereichert ihr Spiel, Flöte und Percussion ohne „richtiges“ Schlagzeug und Musik in der ganzen Spannbreite von Barock bis Michael Jackson und Jethro Tull, inklusive Schlenker durch die Weltmusik werden das Silvesterkonzert zu einem Hörerlebnis machen.

Die Kartenreservierungen für alle Konzerte laufen nach bewährtem Verfahren. Die Preise bleiben konstant, nur für die Saisonkarten ändern sie sich. Diese Karten werden günstiger, denn es sind nur neun Konzerte im aktuellen Programm geplant.

Neu ist das kleine Programmheft in seiner ansprechenden Gestaltung. Während man kurz nach dem Beginn der Zusammenarbeit mit „Bayer Kultur“ das Programm in Form eines CD-Booklet „erfand“, gibt es jetzt ein anderes handliches Format in edlem Design.

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