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Rockfest für die Karneval-Hasser in der Kufa

Kultur : Ein Rockfest für Anti-Karnevalisten

Die Kulturfabrik bietet im ersten Quartal mehr Musik und Konzerte als bislang, weiterhin gemischt mit Party und Kabarett.

Die Kulturfabrik möchte in diesem Jahr noch etwas musikalischer werden. Mehr Bands, mehr Konzerte, immer aber auch gemischt mit Partys, Tanz und Kabarett. Bis März soll der Schwerpunkt vornehmlich auf der Tonkunst liegen. Freude herrscht im Verein um den Vorsitzenden Robin Lotze auch wegen der Zahlen des Vorjahres. Die selbst gesetzte Schallmauer von 90 000 Besuchern habe man durchbrochen, sagt Sprecherin Katharina Schneider-Bodien. Das sei ein Rekordergebnis. Noch nie seit der Gründung vor 35 Jahren habe es so etwas gegeben. Einmalig soll das nicht sein. „Wir wollen auch für 2020 dieses Ergebnis erreichen“, fügt sie an. Die Programm-Mischung und hohe Dichte an Veranstaltungen - teilweise mit Auftritten und anschließender Party für alle - habe zu dem guten Ergebnis beigetragen. Zudem würden auch Agenturen die Räume mieten und nutzen.

Die Preiserhöhung soll positiv aufgenommen worden sein

Eine Maßnahme ist neu seit dem 1. Januar. Wer einmal drin ist, darf nicht mehr raus, ohne erneut Eintritt zu bezahlen. Das soll verhindern, dass Gäste draußen trinken und die Glasflaschen auf dem Parkplatz entsorgen. Dieser gehört zum Privatgelände des Vereins. Glasscherben sorgten schon für Ärger. „Es hat keine Aufregung wegen der neuen Regelung gegeben. Es ist positiv aufgenommen worden“, sagt Schneider-Bodien. Das gelte auch für die Preiserhöhung. Einen Euro müssen Gäste nun für Partys mehr für den Eintritt zahlen. Strom und die Sicherheitsfirmen hätten diesen Schritt notwendig gemacht, so die Kufa.

Weiter geht es in diesem Jahr mit dem Komiker Nizar, dem „Witz-Kommando“, der schon einen „Eroberungsfeldzug durch die sozialen Kanäle“ führt. An Karneval will die Kufa den leiderprobten Narren-Hassern das Rock-Fest „Crossing over Krefeld“ bieten. Vier Gruppen aus der Umgebung treten auf, darunter die aufstrebende Krefelder Vereinigung „Killing a lion“, aber auch die Vincent Raven-Band, die blutige Verkleidungen verspricht.

Am 1. Februar wird die Band BRDigung mit ihrem neuen Album „Zeig dich Tour 2020“ die große Halle bespielen. Die Lautstärkeregler bis zum Anschlag aufgedreht, ist die Gruppe schon landesweit in den Clubs unterwegs.

Zwei Wochen später kommen Maerzfeld auf ihrer „Zorn-Tour“ nach Dießem. Diese ersetzen die vorherrschenden Industrial-Klänge durch harte Riffs und treiben den Bass in eine neue Marschrichtung. Man erinnert sich dabei gerne an Rammstein.

„Kein Zurück“ heißt es bei Wilfried Schmickler am 2. Februar. Wo geht es hin in Deutschland? Wer darf mit? Wann geht es los? Wer den Anschluss verliert, landet auf dem Abstellgleis.

Die Erfinder des Spaß-Funks von Abstürzende Brieftauben sind am 13. Februar zu Gast in der Kulturfabrik. Seit 2013 spielen sie in neuer Besetzung wieder live. Das Duo aus Hannover begeistert landesweit junge und ältere Menschen. In „Das müsst ihr jetzt verkraften“ spielen sie ein buntes Programm aus Klassikern und lange nicht gehörten Stücken der Brieftauben.

Im März können sich die Freunde des Kabaretts über Mundstuhl und Stefan Verhasselt freuen. Die beiden Komiker Lars Niederreichholz und Ande Werner gelten seit über 20 Jahren als der erfolgreichste und wandelbarste Comedy-Doppelpack Deutschlands. Der Niederrheiner Verhasselt schildert Beobachtungen, Aufreger und Erlebnisse für sein Solo-Programm. Sein Wortwitz besticht, wie auch seine Gesellschaftskritik und Empathie, mit seinem Herz für Eigenarten und Absurditäten seiner Mitmenschen.

Weitere Infos unter:

kulturfabrik-krefeld.de