Pythons „Spamalot“ bricht alle Regeln

Pythons „Spamalot“ bricht alle Regeln

Wenn das Publikum genauso viel Spaß an dem Musical hat wie das Ensemble bei der Vorbereitung, wird es ein Riesenerfolg.

Die Premiere ist schon ausverkauft: Das Stadttheater spielt ab Samstag, 3. Februar, das Musical „Monty Python’s Spamalot“. Regisseurin Christine Hofer und Dramaturgin Isabelle Küster versprechen den Besuchern so viel Spaß wie es den Beteiligten gemacht hat, das Musical am Krefelder Theater umzusetzen.

Hofer hat in allen Bereichen enorme Unterstützung in Form von Begeisterung und kreativem Input gefunden. „Die Schauspieler sind alle Fans“, erzählt die Regisseurin, „es herrscht eine tolle spielerische Atmosphäre.“ Auch von viel Spaß der Mitarbeiter im Off berichtet sie: „Es knistert hinter der Bühne, die Gewerke haben ihren eigenen Humor eingebracht.“ Außergewöhnliche Begeisterung konstatiert sie auch bei dem erweiterten Schauspielensemble, das mitmacht. „Einige waren schon beim Casting so motiviert, dass wir sie einfach nehmen mussten“, sagt Hofer.

Auf der Bühne werden nicht nur die Schauspieler sein, sondern auch die Musiker um Jochen Kilian — live ist die Devise. „Der Humor in dem Stück ist der des Ensembles“, sagt Hofer, „sie haben mit ihrer Spielfreude auch viele Ideen entwickelt.“

„Monty Python’s Spamalot“ spielt im Mittelalter, genauer gesagt im Jahr 932 nach Christus. „König Artus schart auf britische Weise Ritter um sich und macht sich mit ihnen auf die Suche nach dem Heiligen Gral“, sagt Hofer. „Es ist die klassische Artussage — gesehen mit dem Filter-Blick von Monty Python.“ Und dieser Filter ist voll von skurrilem, groteskem und schwarzem Humor: britisch eben.

Diese Elemente will auch Christine Hofer mit dem Krefelder Ensemble auf die Bühne bringen und hat dabei in dem Film „Die Ritter der Kokosnuss“ ein Vorbild. Daran orientieren sie sich, verwenden aber eine deutsche Übersetzung. Außer bei „Always look on the bright side of life“, das im Original gesungen wird. Und vielleicht auch vom Publikum mitgesungen wird.

Regisseurin Christine Hofer hat am Stadttheater schon „Ein Sommernachtstraum“ von Shakespeare (2012) und „Benefiz: Jeder rettet einen Afrikaner“ (2014/15) inszeniert. „Dies ist eine Nummer größer“, sagt sie, „es werden viele Ebenen bedient. Denn bei Monty Python werden alle Regeln gebrochen — das ist spannend für einen Theatermacher.“ Es wird ein Fest für die Fans von Monty Python und die Freunde des englischen Humors.

Wegen des großen Interesses vorab wurden zu den zahlreichen Aufführungen noch zwei Zusatztermine am 19. Mai und 11. Juli in das Programm genommen.

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