Oppum: Lateinamerikanische Klänge in Pax Christi

Oppum : Lateinamerikanische Klänge in Pax Christi

Der Audienda-Chor lädt am 1. Advent zu einem Konzert in die Oppumer Kirche ein.

Lateinamerikanische Klänge zum Advent ertönen am Sonntag, 1. Dezember, in der Pax Christi Kirche an der Glockenspitz. Der Audienda-Chor beschließt mit einem Konzert die Feiern zum 40. Geburtstag des Gotteshauses.

Der Chor singt die „Missa Brasileira“ von Jean Kleeb für Sopran-Solo, gemischten Chor und Instrumentalensemble. Zudem wird die Weihnachtskantate „Navidad Nuestra“ von Ariel Ramirez aufgeführt. „Christoph Scholz, Kantor unserer Pfarrei St. Augustinus, spielt Orgelstücke lateinamerikanischer Komponisten“, ergänzt Pastoralreferent Theo Pannen.

„Das ist unser Beitrag und Dank zum Bestehen der Kirche“, erklärt Marianne Erlinghagen, die erste Vorsitzende des Chores. „Schließlich haben wir seit 1991 die Möglichkeit, donnerstags in dieser Kirche zu proben.“

Der Chor ist im Bereich der großen Oratorien ebenso zu Hause, wie in Werken mit reinem A-cappella-Gesang. Insbesondere mit seinen Konzerten, bei denen unterschiedliche Werke zu einem Themenschwerpunkt zusammengefasst sind, hat sich der international auftretende Chor einen Namen gemacht. So ist es jetzt auch mit der lateinamerikanischen Musik, die der Leitfaden dieses Konzertes ist. Chorleiter Pavel Brochin habe mit der Navidad Nuestra ein Highlight gesucht und gefunden, erklärt sie. „Die Weihnachtsgeschichte wird dabei in den südamerikanischen Kulturraum gesetzt; so ist die Kantate zum Beispiel mit südamerikanischen Musikinstrumenten orchestriert.“

Auch die von Félix Luna verfassten Texte erzählen die Weihnachtsgeschichte aus dieser Welt: Maria und Josef reisen durch die eisige Pampa mit Dornen und Brennnesseln, die Hirten kommen aus ganz Argentinien und bringen dem Kind kleine Käselaibe, Basilikum und Thymian, die Könige bringen als Geschenk einen weißen Poncho aus echtem Alpaka.

Bei der Missa Brasileira sitzt Kleeb selbst an Cembalo und Klavier. Die Missa verschmelzt Harmonien der Renaissance und des Frühbarock mit Melodien und Rhythmen der indianischen und afro-brasilianischen Musik. Geläufige Stile wie „Bossa Nova“, „Samba“ oder „Tango“ werden hier mit geistlicher Chormusik in Verbindung gebracht. Ohne den Chor, allein an der Orgel, bringt Scholz Werke des Barocks aus Lateinamerika zu Gehör.

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