Kultur: Museen: Geldsegen von Bund und Stiftung

Kultur : Museen: Geldsegen von Bund und Stiftung

Für 1,3 Millionen Euro sollen die Mies-Villen Haus Esters und Lange für das Bauhausjahr 2019 herausgeputzt werden.

Krefeld. Das Bauhaus-Jubiläum 2019 wird zu einer immer größeren Sache für die Stadt. 1,3 Millionen Euro sollen in die Instandsetzung der Museen Haus Lange und Esters gesteckt werden — der größte Batzen kommt vom Bund. Die Stadt hatte Mittel aus dem Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“ dafür beantragt. Das überzeugende Argument: Krefeld verfügt über drei der insgesamt sieben noch erhaltenden europäischen Werke des Architekten Mies van der Rohe. Neben den Museen gehört auch ein Verseidag-Gebäude dazu.

Ludwig Mies van der Rohe hat an der sogenannten Bauhausschule gelernt. Diese wird 2019 100 Jahre alt, deshalb sollen die 1930 fertiggestellten Häuser bis dahin herausgeputzt und dann präsentiert werden. Die Fördergelder belaufen sich auf etwa 691 440 Euro, der Eigenanteil der Stadt beträgt etwa 340 560 Euro.

Gefördert wird auch die Sanierung des Gartenhauses hinter Haus Esters. Insgesamt sollen die Arbeiten 95 000 Euro kosten. In der gestrigen Sitzung der Krefelder Baudenkmal-Stiftung ist beschlossen worden, diese Arbeiten auch noch mal mit 20 000 Euro zu unterstützen. „Ohne die Komplementärmittel des Bundes wäre das gar nicht möglich“, sagt Architekt Klaus Reymann, der Vorsitzende der Stiftung.

Im Kulturausschuss am Mittwochabend wurde zudem betont, das anhand alter Aufzeichnungen auch die Mies-Gärten während der Sanierung wieder in ihren Ursprungszustand zurückversetzt werden sollen.

Momentan ist vorgesehen, dass sich die Arbeiten von 2016 bis 2018 erstrecken. In den ersten beiden Jahren sollen die Gebäude vor allem im Außenbereich saniert werden. Zum Abschluss werden die Museen eine Weile geschlossen sein, damit die Arbeiten im Innenraum durchgeführt werden können. Auch die Küche und die Sanitärbereiche sollen stilgerecht hergestellt werden.

Verbindlich beschließen muss den Förderbeitrag nach den Beratungen im Planungs- und Hauptausschuss noch der Rat am 10. Dezember.

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