Mona Asuka Ott - ein Phänomen am Klavier

Mona Asuka Ott - ein Phänomen am Klavier

Die junge Pianistin spielt nächste Woche mit den Sinfonikern.

Krefeld. Ein klassisches, aber zugleich sehr spannendes Programm erwartet die Zuhörer beim 3. Sinfoniekonzert der Niederrheinischen Sinfoniker. Es erklingen Kompositionen von Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Berwald.

Als der Letztgenannte im Juli 1796 in Stockholm geboren wurde, war ihm die Laufbahn eines Musikers schon in die Wiege gelegt. Bereits sein Vater war Geiger am Königlichen Opernhaus, dessen Kapellmeister Abbé Vogler Patenonkel des Jungen. Schnelle Erfolge für den galanten Geiger ließen nicht lange auf sich warten, und Berwald machte sich auf den Weg in die Musikmetropolen — Berlin, Wien, Paris.

Allerdings fand er nicht die erhoffte Anerkennung als Komponist, da seine Werke mit ihren extravaganten Rhythmen und ihrer kühnen Harmonik noch nicht den Zeitgeist trafen. Im Nachhinein kann man in Berwalds Werken den Weg von der Klassik zur Romantik nachspüren. Erst zehn Jahre nach dem Tod des Autors wurde die „Sinfonie naïve“ in Stockholm uraufgeführt und erhielt als „echtes Idyll in Tönen, reiner poetischer Wohlklang“ lobende Kritiken.

Mit der Aufführung seines Klavierkonzerts Nr. 26 D-Dur KV 537 zu den Krönungsfeierlichkeiten von Leopold II. versuchte Wolfgang Amadeus Mozart mehr als sonst, die Gunst des Publikums zu erreichen. Immerhin erhoffte er sich daraus eine Anstellung bei Hofe. Mit dem Konzert wählte er ein festliches und virtuoses Werk, welches das Können der Musiker auf besondere Art herausfordert.

Es ist uns gelungen, als Solistin die junge Pianistin Mona Asuka Ott zu gewinnen, der man phänomenale Balance von Expression und technischer Perfektion nachsagt. Seit ihrem Orchesterdebut mit 13 Jahren erhielt sie Einladungen von großen Orchestern. Auch ihre Soloprogramme erfreuen das Publikum.

Zu Beginn des Konzertes dirigiert der 1. Kapellmeister Alexander Steinitz Joseph Haydns Sinfonie Nr. 85 B-Dur („La Reine“), die ihren Beinamen der Königin Marie Antoinette verdankt. Als zweite seiner „Pariser Sinfonien“ entstand das Werk 1786, und geschickt versteht es der Komponist, seinen eigenen Stil mit dem französischen Geschmack zu vereinen.

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