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Meditative Spuren der Erinnerung in der Kufa

Meditative Spuren der Erinnerung in der Kufa

Die Krefelderin Brigitte Schroers zeigt ihre Landschaftsbilder.

Krefeld. Landschaften abzumalen ist ihr viel zu langweilig. „Meine Bilder entstehen im Kopf“, sagt Brigitte Schroers. Dass ihre Reisen an die holländische Küste oder nach Portugal für ihre Malerei inspirierend sind, sieht man ihren Arbeiten an. Unter dem Titel „Farbige Spuren der Erinnerung“ sind jetzt 60 Bilder der Krefelderin in der Galerie der Kufa zu sehen.

Dass der hohe, helle Raum nicht überfüllt wirkt, ist auch der geschickten Präsentation zu verdanken. Die häufig kleineren Formate sind in Gruppen an der Wand arrangiert. Der geschickte Umgang mit Farbe und Form verrät das geübte Auge der studierten Textildesignerin.

Als Mischung aus intuitiver und kontrollierter Malerei beschreibt sie ihre Arbeitsweise. „Ich experimentiere gerne“, sagt sie. So benutzt sie neben den Acrylfarben auch Kreide oder arbeitet Papier ein. Mit dieser Technik bricht sie die Flächen auf, schafft lebendige Strukturen, wie bei den abgeblätterten Fassaden mediterraner Häuser.

In den Bildern ist zugunsten der Farbfelder wenig Gegenständliches zu finden, der erzählerische Moment steht zurück. Schroers geht es um Eindrücke und Stimmungen, sie möchte dem Betrachter nichts aufzwingen. „Jeder soll sich selbst in diese Bilder hineinspinnen“, sagt sie. Mit ihrem meditativen Charakter eignen sich die Strandbilder der Künstlerin, die oft in Serien entstehen, besonders gut dazu.

Auch sonst achtet Schroers auf eine harmonische Farbgestaltung. In einem kleinen Bild am Ende der Ausstellung spiegelt sich das wider. Blaue, grüne und gelbe Felder sind zusammengefügt und erinnern in ihrer Transparenz an ein Aquarell. „Farben begegnen sich“ heißt das Bild, das ihre künstlerische Auffassung perfekt deutlich macht: „Der Betrachter soll mit einem schönen Gefühl aus dieser Ausstellung gehen.“

Galerie der Kulturfabrik, Dießemer Straße 13. Werktags, 10 bis 16 Uhr und bei Veranstaltungen. Bis 22. April.