Malwettbewerb zur Kinderoper "Die kleine Seejungfrau Rusalka"

Malwettbewerb zur Kinderoper "Die kleine Seejungfrau Rusalka"

30 Mal wird „Die kleine Seejungfrau Rusalka“ bis Weihnachten gespielt. Für Kinder gibt es einen Mal- und Bastelwettbewerb.

Krefeld. Wer eine Oper für Kinder inszeniert, wird am besten gleich selbst eins. Bei Regisseur Ansgar Weigner kann man sich das gut vorstellen. Schon bei seiner Erfolgsproduktion „Die Liebe zu den drei Orangen“ hat er eine gewisse Liebe zum schrägen Detail erkennen lassen, beim Weihnachtsmärchen „Die kleine Seejungfrau Rusalka“, das am Sonntag in einer Woche Premiere feiert, kann er seinen Spieltrieb voll ausleben.

Schon das Bühnenbild von Robert Schrag — ebenfalls orangenerprobt — wirkt, als hätten zwei kreative Jungs den elterlichen Dachboden geplündert und die Fundstücke mit viel Farbe und jeder Menge Flausen im Kopf in einen Märchenwald verwandelt.

Wer genau hinsieht, erblickt in den Wipfeln einen Maulwurf mit CIA-Sonnenbrille, was Weigner schelmisch kommentiert: „Das ist unser modernes Kundenbindungsprogramm. Die Leute sollen immer wieder kommen, weil sie dann neue Details entdecken.“

Die Geschichte der Nixe Rusalka indes wird sich schon beim ersten Mal erschließen: Sie rettet einen Prinzen vor dem Ertrinken und verliebt sich in ihn. Um ihm nahe zu sein, lässt sie sich von einer Hexe Beine zaubern, muss dafür jedoch ihre Stimme hergeben. Erst durch die beherzte Hilfe eines Küchenjungen wird am Ende alles gut — ganz anders als in der Vorlage von Antonín Dvorák.

Die Sängerin Susanne Seefing und ihr Mann Karsten, Studienleiter bei den Sinfoniker, haben die tragische Oper in ein kindgerechtes Märchen mit hohem Mitmach-Anteil verwandelt. „Die Sänger lieben es, direkt mit den Kindern zu kommunizieren — obwohl es unberechenbar ist“, sagt Karsten Seefing. Die böse Hexe jedenfalls sollte sich mental darauf vorbereiten, am Ende kräftig ausgebuht zu werden.

Premiere am 13. November, 16 Uhr. 30 weitere Vorstellungen ab 27. November. Karten: Telefon 805 125.

Mehr von Westdeutsche Zeitung