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Kunstrasenfelder für 3,5 Millionen Euro an der Gladbacher Straße

Sport : Kunstrasenfelder für 3,5 Millionen Euro an der Gladbacher Straße

Zweieinhalb Jahre sind vergangen, seit der Sportausschuss beauftragte, die Übungsplätze Krefelds auf ihre Zukunftstauglichkeit zu untersuchen. Zwei Jahre ist es bald her, dass daraufhin für die weitläufige Sportanlage an der Gladbacher Straße eine Konzeptstudie angefordert wurde.

Im Juni 2020 sagt nun Matthias Pasch aus dem Fachbereich Sport- und Sportförderung: „Wir gehen die Sache jetzt an. Wir werden auch daran gemessen, dass wir die Bagger rollen lassen.“ Der Kommunalbetrieb soll nach einem Ratsbeschluss im August die Aufgabe der umfassenden Modernisierung koordinieren, die etwa 3,5 Millionen Euro netto kosten soll. Ketzerisch war die Frage, die die Vorsitzende der Bezirksvertretung Süd, Gisela Brendle-Vierke, an Pasch stellte: „Kann der Kommunalbetrieb so ein Projekt denn stemmen?“ Pasch verteidigte die oft als etwas bräsig wahrgenommene Anstalt und sprach dem Betrieb sein Vertrauen aus. Bis 2021 soll die Arbeit fertig sein. „Wir wollen für die Nutzer ein gutes Angebot schaffen“, so Pasch.     

Möglichkeiten auf
Fördergelder werden geprüft

Der Krefelder Landschaftsarchitekt Florian Stanka aus dem Kliedbruch, der sein Spezialgebiet auf Sportstätten gelegt hat, stellte nun seine Pläne für die Umbaumaßnahmen auf der Bezirksvertretung Süd vor. Vor dem alten Gebäude mit Umkleiden und Sanitäranlagen sollen insgesamt 75 Stellplätze entstehen. Außerdem sollen auch Fahrräder dort in großer Anzahl künftig abgestellt werden können. Eine Asphaltierung oder Pflasterung des unebenen Untergrundes sei aber aufgrund der umliegenden Bäume mit ihren starken Wurzeln schwierig. Die Zufahrt erhält eine Optimierung für Anlieferungen. Zudem wird ein barrierefreier Zugang zu den Sportflächen gelegt.

Der alte Tennenplatz wird zu einem Kunstrasenfeld samt Flutlicht aus sechs Masten umgewandelt. Die Wettkampfbahn vor dem alten Gebäude mit ebenfalls mit einem Kunstrasenfeld ausgestattet. An den Ende werden Fangzäune installiert. Dort wird auch eine Hochsprunganlage und ein multifunktionales Kleinspielfeld gebaut. Die Laufbahn wird künftig aus Kunststoff bestehen. Weitsprunganlagen finden sich an den Ende der sechs Kurzstreckenbahnen. Die Tribüne vor dem Umkleidegebäude soll teilweise saniert oder abgerissen werden. Ziel seien pflegeleichte Böschungen. Die Kugelstoßanlage wird renoviert. Speerwerfer und Kugelstoßer sollen künftig am Naturrasenfeld im hinteren Bereich Richtung Behringshof trainieren können. Zwei weitere Entwicklungsfelder sollen Raum für Trendsportarten geben. Beide Naturrasenplätze sollen vom Kommunalbetrieb instandgesetzt werden.

Mängel am Hauptgebäude sollen nun nach Auskunft von Matthias Pasch „sukzessive abgearbeitet werden.“ Vor allem am Dach des Hauses gäbe es noch Defizite.