Jugentheater : Kresch zeigt „Don Quijote“ auf Burg Linn

Die erste von vier Aufführungen im Rittersaal findet am Sonntag, 14. Oktober, statt.

Das Kinder- und Jugendtheater Kresch gastiert mit vier Aufführungen des Stückes „Don Quijote und Sancho Panza“ nach Miguel de Cervantes Saavedra in einer Dramatisierung von Franz Mestre im unteren Rittersaal auf Burg Linn.

Die Regisseure Franco Melis und Franz Mestre haben mit Originaltexten aus beiden Romanen, eigenen Passagen und Musik das Stück für Kinder ab zehn Jahren inszeniert. Auf der Bühne agiert und musiziert Mestre mit dem Musiker Joachim Froebe. Die Aufführungen sind am 14. und 21. Oktober sowie am 4. und 11. November jeweils sonntags um 11 Uhr.

In einem kleinen Ort im spanischen La Mancha sitzt der verarmte Landadelige Alonso Quijano und liest Ritterromane. Er liest und liest, bis die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fantasie verschwimmen. Schließlich hält er sich selbst für einen fahrenden Ritter, nennt sich Don Quijote von La Mancha und beschließt, das Abenteuer zu suchen. Der Bauer Sancho Panza wird als Knappe sein Wegbegleiter. Für ritterliche Heldengeschichten werden Windmühlen zu Riesen, und Schafherden wie Weinschläuche verwandeln sich von realen Hindernissen in Fantasiegestalten, die Don Quijote zu Heldentaten beflügeln.

Seinen Don Quijote will Mestre undramatisch präsentieren. „Wir wollen Stimmungen und Bilder erzeugen“, so der Regisseur. Eine große Hilfe soll dabei die Musik sein.

Regisseur Franz Mestre ist extra für das Stück nach Spanien gereist

Mit Loops (Schleifen) spielen er und Froebe live Stücke ein, die ohne die Technik ein großes Ensemble benötigen würde. „Ich finde es toll, dass das Kresch-Theater mit einem historischen Stoff auf Burg Linn auftreten wird. Für die Zuschauer wird es sicherlich ein ganz besonderes Erlebnis sein, in solch einer Atmosphäre die Inszenierung zu sehen“, sagt Jennifer Morscheiser, Leiterin des Museums Burg Linn.

Der Halb-Spanier Mestre hat sich intensiv für dieses Stück vorbereitet. Um ein Gefühl, eine Stimmung für die Geschichte zu erlangen, reiste er extra nach La Mancha in Zentralspanien, der „Heimat“ des Titelhelden. „Es gibt dort Menschen, die wirklich glauben, dass diese literarische Figur dort gelebt hat“, berichtet Mestre. Zur Vorbereitung habe er sich zudem diverse Don-Quijote-Filme angesehen, Hörbücher gehört und die Romane gelesen. Das Pathos und die Klischees, die Mestre darin immer wieder vorfand – für die Kresch-Produktion verzichtet er auf solche Darstellungen. „Ich musste den Respekt vor dem Stück verlieren und die Erfüllung der Freude an dem Stück finden“, so Mestre.

Karten gibt es montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr unter Telefon 02151/86 26 26. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter:

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