Kresch steigt in die Kiste

Kresch steigt in die Kiste

Tolles Theater für die Allerkleinsten.

Krefeld. Das kleine Kresch passt in eine Kiste: Hier sollen Kinder ab zwei Jahren ganz nah am Geschehen sein. Die erste Premiere im Theater in der Kiste (TiK) ging zurück bis an den Anfang aller Dinge und erzählte die Schöpfungsgeschichte einmal anders.

Roberto Frabettis Stück "Das Krokodil und der Elefant" wurde unter Regie von Anna Brass humorvoll und leicht gespielt von Armin Riahi und Joe Froebe, der als Multi-Instrumentalist und Sänger auch für die gute Laune zuständig war.

Das Abenteuer findet zu einer fernen Zeit in einem fernen Land statt: "Afrika oder Australien, das spielt keine Rolle." Es gibt keine Bäume, keine Tiere, keine Menschen - nur Steine. Das gefällt den vier Geschwistern Wasser, Luft, Erde und Feuer eines Tages nicht mehr.

Da kommt Mama Licht mit einem großen Pinsel, Papa Zeit steuert die Bewegung bei und die Elemente malen: erst Bäume, Blumen, Berge und das Meer, dann Tiere, einen Elefanten, ein Krokodil, eine Giraffe und einen Löwen, die ein lustiges Wettspringen veranstalten. Als der Tag zu Ende geht, malt die kleine Schwester Luft noch ein letztes Bild: ein Menschenkind.

Mit minimalistischen Darstellungsmitteln - ein blauer Gummihandschuh für das Wasser, ein rotes Nadelkissen für das Feuer - wird die Handlung umgesetzt. Die Kommunikation zwischen den Spielern und dem Publikum in der ausverkauften Theaterkiste funktioniert sofort und gewinnt im Lauf der halbstündigen Vorstellung immer mehr an Spannung und Dichte. Die klaren Dialoge wirken kindlich schlicht und sind doch von fast philosophischer Tiefe. Auch ältere Kinder und Erwachsene kommen auf ihre Kosten. Premierengast Felix, immerhin fünf, erklärt strahlend: "Das war ganz toll." prs

Termine: 16. Mai, 15 Uhr; 17. Mai, 10.30 Uhr; 13. Juni, 15 Uhr.

Mehr von Westdeutsche Zeitung