Krefelder Kulturfabrik: David Kebekus – der Jesus für Arme?

Rising Stars : David Kebekus – der Jesus für Arme?

Rising Stars Der Comedian war lange Zeit Autor unter anderem bei Pussy-Terror-TV von seiner Schwester Carolin. Doch er kann auch auf der Bühne begeistern. Wir stellen ihn vor.

Die Bezeichnung „Rising Star“ ist ein Versprechen, ein Ausdruck einer Vermutung oder Hoffnung, dass ein Künstler sich auf bestem Wege befindet, ein Star zu werden. Ein „Aufgehender Stern“ also, noch nicht vollends leuchtend, aber mit dem Potenzial, ein funkensprühender Stern am Firmament zu werden.

Für diejenigen, denen dies ein bisschen zu dick aufgetragen scheint: kurz ein „Rising Star“ hat das Talent, richtig erfolgreich zu werden. Gemeinsam mit der Kulturfabrik präsentiert unsere Redaktion eben solche „Rising Stars“, Musiker und Comedians, auf die diese Bezeichnung zutrifft. Nächster Künstler in dieser Reihe ist der Comedian David Kebekus, der am Donnerstag in die Kulturfabrik kommen wird.

Wer ist der „Rising Star“?

Kebekus – der Name dürfte allseits bekannt sein. Und in diesem Fall ist die Vermutung auch legitim – ist der Bruder von der durchaus als schon als Star der Genres geltenden Carolin Kebekus. Aber weil es doch unfair ist, immer in Beziehung zu der berühmteren Schwester gesetzt zu werden, wollen wir es bei dieser Erwähnung belassen.

Kebekus, der sich noch bis vor kurzem wohl genau wegen diesem Umstand „David Kebe“ nannte, ist 1984 in Bergisch Gladbach geboren und war, bevor er Erfolge auf der Bühne verzeichnen konnte, zunächst als Autor für Comedy-Produktionen tätig. Er schrieb für Formate, wie  „Freitag Nacht News“, „Switch reloaded“, „Ladykracher“ oder auch etwa für „Joko gegen Klaas“ vor allem aber auch „Broken Comedy“, für das er auch einen Preis erhielt. Auch – und nun doch eine weitere Erwähnung der Schwester – für Pussy-Terror-TV war er tätig. Doch Kebekus ist auch Regisseur, so etwa bei der „Heute-Show“ oder „Neo Magazin Royale“. Kebekus geht zudem selbst auf die Bühne, seit 2016 mit seinem Stand-up-Soloprogramm „Aha? Egal.“

Was erwartet den Besucher?

Unaufgeregte Comedy. Dabei bedient sich Kebekus ganz alltäglicher Themen, wie etwa Älterwerden als Mittdreißiger, verteilt aber auch gerne Seitenhiebe auf Blüten unserer Medienwelt, aus der er indes selbst heraus erwachsen ist. Als Gaglieferant darf auch mal sein Äußeres erhalten: lange Haare, Bart, ganz wie Jesus. Dabei ist seiner Art eine entwaffnende Lässigkeit zu eigen.

Locker schmeißt er kurze, pointenreiche Sätze ins Publikum. Hand in der Hosentasche, gerne auch mal achselzuckend; ein Achselzucken, dass sich auch auf charmante Art in seiner Sprache widerspiegelt. Doch wirkt er dabei nicht auf irgendeine Art aufgesetzt. Wirkt, als würde er unter guten Freunden nette Geschichtchen erzählen. Kurz zusammenfassbar in „Aha? Egal.“ – das trifft es wohl ganz gut.

Warum könnte sich der Abend lohnen?

Wenn man weniger Lust hat auf Comedians mit markantem „Markenkern“ – ob nun typische Sprechweise, Kleidung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten Peer-group –, dürfte David Kebekus erfrischend anders sein in seiner Normalität. Wobei, was ist schon „normal“? So oder so ist Kebekus einer, der das Comedy-Geschäft von innen heraus durchdrungen hat und somit genau wissen dürfte, womit man das Publikum zum Lachen oder auch Nachdenken anregen kann.

Was gibt es vorab zu sehen und hören?

Auftritte von „David Kebe“ (wie er noch vor Kurzem hieß) finden sich als Videos auf Youtube. Gemeinsam mit Jan van Weyde veröffentlicht er den Podcast „Lass hör‘n“, abrufbar auch über seine Website davidkebekus.de.

Was muss man sonst noch wissen?

David Kebekus’ Auftritt in der Kulturfabrik ist leider inzwischen ausverkauft. Die Westdeutsche Zeitung verlost allerdings noch 3 x 2 Karten für den Kufa-Abend. Wer teilnehmen möchte, schickt einfach bis zum 8. Mai, 23.59 Uhr, eine E-Mail an redaktion.krefeld@wz.de und beantwortet die Frage: Wie heißt die Schwester von David Kebekus?

Weitere Termine und Informationen gibt es im Internet unter:

davidkebekus.de

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