Krefeld: Ein Metal-Festival für den guten Zweck

Kulturfabrik : Ein Metal-Festival für den guten Zweck

In der Kulturfabrik gab es neben Musik und Spenden auch einige emotionale Momente.

„Die sind ja direkt schon der Wahnsinn“, sagte ein Besucher über The Ocean Screams, die als eine der ersten Bands am Samstagabend beim Moshroom-Festival in der Krefelder Kulturfabrik aufgetreten sind. „Ich bin eigentlich nur wegen Motorjesus hier“, erzählte er weiter und freute sich, dass auch die anderen Künstler seinen Geschmack treffen.

Insgesamt sieben Bands waren beim diesjährigen Moshroom-Metal-Benefiz-Festival dabei. Die bekannten Hard-Rocker Motorjesus aus Mönchengladbach bildeten den Headliner der Veranstaltung. Im Vordergrund stand aber nicht nur die Musik, sondern der gute Zweck. Unter dem Slogan „Metal kann nicht nur böse“ wurden Spenden gesammelt und alle Einnahmen sollen laut der Veranstalter an den Deutschen Kinderschutzbund Krefeld gehen. „Wir können und wir wollen Gutes tun. Für unsere Musikkultur, unsere Stadt und vor allem unsere Kinder“, lautete der Slogan des Abends. Im vergangenen Jahr wurden laut der Veranstalter 3000 Euro gespendet. „Wir hoffen, dass wir dieses Jahr auch wieder eine ordentliche Summe zusammenbringen“, zeigte sich Veronika „Pika“ Effertz optimistisch. „Wir haben so viele Karten verkauft wie noch nie“, erzählte sie und fügte begeistert an: „Das ist richtig cool.“

Die Veranstaltung
ist ein Erbe von Oliver Beier

Als erstes spielten Nothing Changed. Die Jungs aus Wesel haben sich den Platz durch einen Sieg beim Facebook-Voting gesichert. Rising Insane (Bremen), Meta Minora (Duisburg), Averium (Viersen) und Sunchair (Krefeld) vervollständigten das Lineup. Dabei war von Punkrock über Progressive Rock bis hin zu Metalcore nahezu alles rund um Metal vertreten. Jede Band spielte ehrenamtlich und leistete damit ihren Beitrag, um gemeinnützigen Organisationen zu helfen.

Mit dem Event wird das Erbe von Oliver Beier nun seit drei Jahren weitergeführt. Der Initiator des Moshroom-Festivals starb Anfang 2017 an Lungenkrebs. Inspiriert durch seine Hingabe führen Stefan Kuhnigk, Oliver Biklic und Veronika „Pika“ Effertz die Veranstaltung weiter. „Er förderte nicht nur, sondern prägte die Musikkultur in und um Krefeld“, erzählten sie über Oliver Beier, der das Benefiz-Festival im Jahre 2007 unter dem Banner „Moshroom“ ins Leben gerufen hatte. Seither wird jedes Jahr aufs Neue Geld gesammelt, damit Gutes getan werden kann.

Bevor es mit den Auftritten losging, wurden noch einige Worte über Oliver Beier gesagt. Das war in diesem Jahr nochmal etwas ganz besonderes, denn zum ersten Mal war Oliver Beiers Mutter bei dem Event dabei. „Das war sehr emotional“, sagte Veronika „Pika“ Effertz und berichtete: „Sie freut sich sehr, dass das hier so weitergemacht wird.“ Weitere Informationen zur Veranstaltung unter:

moshroom-festival.de/

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