Kultur Klara Bella kehrt nach Linn zurück

Die Sammlung mechanischer Musikinstrumente im Jagdschloss vom Museum Burg Linn in Krefeld hat nach der Restaurierung einen Schatz zurückerhalten: die Klara Bella. Das sogenannte Orchestrion wurde 1920 von einer Leipziger Firma hergestellt.

 Das Orchestrion Klara Bella wurde 1920 in Leipzig hergestellt.

Das Orchestrion Klara Bella wurde 1920 in Leipzig hergestellt.

Foto: Stadt Krefeld

Die Jahrmarktsorgel will vordergründig ein kleines Orchester imitieren. Die Musikauswahl umfasste häufig Märsche und Tanzmusik, aber auch Stücke aus Opern und Operetten sowie Gassenhauer. Schausteller versuchten seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, ihre Vergnügungsbetriebe für das Publikum so attraktiver zu gestalten. Die Klara Bella funktioniert mit Lochstreifen-Rolle und ist elektrisch angetrieben. In den vergangenen neun Monaten befand sie sich für eine Aufarbeitung in der Werkstatt „Siegfrieds Mechanisches Musikkabinett“ in Rüdesheim am Rhein. Dort können Instrumente nach alten Techniken und mit originalen Materialien restauriert und repariert werden. Die fünfstelligen Kosten für die Restaurierung wurde aus den Einnahmen des Linner Nachwächters Heinz-Peter Beurskens sowie des Vereins der Freunde der Museen Burg Linn ermöglicht.

Das nächste Projekt steht an mit der Reparatur des „Kaffeehausorchestrions“ der Marke Lösche, Baujahr 1912 bis 1914. „Auch dieses Instrument hat im Laufe der Jahre gelitten und muss dringend restauriert werden. Es ist im jetzigen Zustand nicht spielbar“, sagt Dr. Christoph Dautermann, stellvertretender Museumsleiter. Die Kosten für die Instandsetzung in der Werkstatt in Rüdesheim betragen rund 25 000 Euro. Der Museumsverein sammelt dafür Spenden.

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