Ausstellung in Krefeld Karl Ernst Osthaus oder wie der Alltag schöner werden sollte

Krefeld · Karl Ernst Osthaus wollte alle Bereiche des Lebens geschmackvoll gestalten lassen – eine wunderbare Schau unter dem Titel „Die große Verführung. Karl Ernst Osthaus und die Anfänge der Konsumkultur“ im Krefelder Kaiser-Wilhelm-Museum widmet sich seinem Erbe.

Der „Konsumtempel“ als Blickfang und Augenöffner.

Der „Konsumtempel“ als Blickfang und Augenöffner.

Foto: Andreas Bischof

Betritt man das Krefelder Kaiser-Wilhelm-Museum (KWM), dort den zweiten Stock, fühlt man sich aktuell fast ein bisschen erschlagen – im positiven Sinne. In der Mitte steht ein stilisierter „Konsumtempel“, der an die wundervollen, fast schon sakralen frühen Warenhäuser erinnert. Durch historische Fotografien etwa auch an das seinerzeit in Düsseldorf von Joseph Maria Olbrich erbaute Warenhaus Leonhard Tietz. Drumherum an den Wänden prangen unzählige kunstvoll gestaltete Werbeplakate. Ein besonderes interaktives Modul skizziert auf faszinierende Weise, wie Verpackungen zu „Kunstwerken“ werden konnten, die den Konsumenten mit ihrer bisweilen schlichten, aber sehr gelungenen Ästhetik „verführen“.