Kabarett trifft Karneval: Kabarett: Vom Ostwall-Glasdach bis zum krieewelschen Ohrwurm

Kabarett trifft Karneval: Kabarett: Vom Ostwall-Glasdach bis zum krieewelschen Ohrwurm

Kabarett trifft Karneval mit viel Musik, Büttenreden und Comedy. Krefelder Tafel erhält Scheck über 2000 Euro.

Die zwei „K“ Kabarett und Karneval vertragen sich bestens. Seit 15 Jahren hat sich dazu im Schwanenmarkt ein ganz spezielles Publikum zusammengefunden. Und weil man nicht mehr auf Bierzeltbänken sitzt, sondern ganz komfortabel auf Stühlen, können die kabarettistischen Jecken nicht genug bekommen und begrüßen altbekannte und neue Akteure mit ihrem Helau.

In diesem Jahr war der Karneval etwas schwach besetzt. Denn das Schwergewicht Johannes Kockers war erkrankt. Von Creinvelt war jedoch der begabte Maximilian Derks gekommen, der mit seinen gekonnten Songs den sehr erfolgreichen Eisbrecher machte. Auch Helmut Höffken, der „Advokat“, und die Band „Schäng Blasius Flönz Rakete“ gaben ihr Bestes.

Höffken scheute sich nicht, Krefelder Themen anzusprechen und vom Ostwall-Glasdach und dem neuen Oberbürgermeister zu berichten. Und die Krieewelsche Band riss mit ihren Ohrwürmern die Jecken von den bequemen Stühlen. „Kuom ech vandag net, kuom ech Morje“ und „Wir fahr’n zum Hariksee“ wurden lautstark mitgesungen und bei „Altbier, Flönz und Grillagetorte“ erhoben alle ihr Glas. Eine Rakete war fällig.

Die Bewirtung lag in den bewährten Händen des Jazzkellers, und für mitreißende Musik sorgten — wie in den Jahren zuor — Michael Mertens und Jörg Siebenhaar. Comedian Volker Diefes, der munter durch das mehr als dreistündige Programm führte, konnte einige seiner Kollegen begrüßen.

Da war als einzige Frau Andrea Volk aus Duisburg mit dabei. Fred Timm aus Hamburg versüßte allen Getrenntlebenden ihren Schmerz und Özgür Cebe „spielte“ gekonnte den Deutsch-Türken. Zudem auf der Bühne: David Werker, der bereits mehrfach beim K-Treffen mit dabei war, und die Krefelder Band Jeck United.

Beim großen Finale gab es dann eine Scheckübergabe. In diesem Jahr bedachte das Schwanenmarkt-Management die Krefelder Tafel mit mehr als 2000 Euro. Zwischendurch kam auch das sympathische und unkomplizierte Krefelder Prinzenpaar mit Begleitung und traf mit seinem „Steh auf!“ den Nerv der Feiernden.

Mehr von Westdeutsche Zeitung