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Junge Profis vom Theater Krefeld und Mönchengladbach stellen sich vor

Theater Krefeld und Mönchengladbach : Junge Profis vom Theater stellen sich vor

„Das Junge Theater“ – das sind 12 Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Welt, die am Theater Krefeld und Mönchengladbach wirken. Jetzt geht es in die nächste Saison.

Sie sind junge Sängerinnen, Sänger, Balletttänzerinnen, Instrumentalisten und ein Schauspieler – und sie sind „Das Junge Theater“ am Krefeld-Mönchengladbacher Haus. Gerade und vor allem auch Künstlerinnen und Künstler, die am Anfang ihrer Karriere stehen, bringen immer auch einen noch ungebremsten, blühend energetischen Enthusiasmus mit. Immerhin möchte man als junger Mensch, der sich so eben aus der doch recht großen Mühle der darstellend-künstlerischen Ausbildung herausschälen konnte, zeigen, was man kann. Gerne sich entwickeln und einen Weg finden mit den eigenen Talenten, an denen man gut und gerne schon fast Jahrzehnte gefeilt hat, andere Menschen begeistern und schließlich auch die Fachwelt überzeugen.

Um genau dies zu tun, gibt es Opernstudios. Aber durch das Projekt „Neue Wege“, gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und dem NRW Kultursekretariat, soll mehr möglich sein. Insgesamt zwölf Stipendiaten kommen aus der ganzen Welt an den Niederrhein, um hier sich weiterzuentwickeln, aber auch ganz aktiv mit ihrer Kunst mitzuwirken. Das Projekt geht nun in sein nächstes Jahr – wenngleich wir einige von ihnen aus 2019 schon kennen.

Um das „Junge Theater“ vorzustellen, hat das Theater in Krefeld eine Veranstaltung am Sonntag, 18. Oktober, ab 18 Uhr geplant. Ein Theater-Extra-Format, bei dem Operndirektor Andreas Wendholz und Musiktheaterdramaturgin Ulrike Aistleitner auf der großen Bühne des Theaters Krefeld die Zwölf vorstellen und einen Einblick in die geplanten Vorhaben des Theater für den künstlerischen Nachwuchs geben werden.

Die Stipendiaten aus den vier Sparten Musiktheater, Ballett, Schauspiel und Orchester geben auch Kostproben ihrer Kunst. Wir haben einen Überblick für alle, die sich vorher ein Bild machen wollen.

Opernstudio Niederrhein

ist Bariton, wurde in Palamós (Katalanien) geboren und studierte am Conservatori Superior de Música del Liceu bei Dolors Aldea. Sammelte in seiner Heimat erste Bühnenerfahrung, sowohl als Solist als auch als Chorsänger. Er ist im Opernstudio seit der Spielzeit 2019/2020.

ist Sopranistin, geboren in Jerusalem, absolvierte ihr Studium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin bei Fionnuala McCarthy. Lernte auch bei Julia Varady. Sie ist Stipendiatin des Deutschland-Stipendiums der America-Israel Cultural Foundation und bekam einen Förderpreis der Walter und Charlotte Hamel-Stiftung. Sie war mehrfach in Berlin zu hören, sang unter anderem unter Helmuth Rillings Leitung und gab einen Liederabend bei dem Schleswig-Holstein-Musik-Festival. Seit der Spielzeit 2019/2020 ist sie am Opernstudio.

studiert bei Rachel Robins an der Folkwang Universität der Künste Essen. 2015 hat er die Akademie des Berliner Rundfunkchores absolviert, wo er unter Dirigenten wie Simon Rattle sang. Er singt seit 2018 regelmäßig als Ensemblesänger bei Chor-Werk Ruhr sowie der Zürcher Sing-Akademie. Zudem folgten erste Engagements an Theatern des Ruhrgebietes. Mit Beginn der Spielzeit 2020/21 ist Robin Grunwald Mitglied im Opernstudio Niederrhein.

, geboren in Essen, studiert an der Folkwang Uni bei Rachel Robins. Gastverträge führten sie zum Theater Dortmund. Sie war Preisträgerin der Kammeroper Schloss Rheinsberg und Stipendiatin der WDR Rundfunkchor-Akademie. In Bayreuth folgte die Produktion „Liebestod!“ des Festivals Junger Künstler und die Partie der Sängerin in „Wunderland“ von Anno Schreier in Dortmund. In der Spielzeit 2018/19 war sie Mitglied im Jungen Ensemble des Musiktheaters im Revier Gelsenkirchen und wirkte im Street Chorus aus Bernsteins „Mass“ mit (Tonhalle Düsseldorf, Düsseldorfer Symphoniker). Seit Beginn der Spielzeit 2019/2020 ist sie im Opernstudio Niederrhein.

stammt aus Israel. Nach einem Bachelor-Studium an der Jerusalem Akademie setzte er sein Studium in Cincinnati fort und absolvierte dort seinen Master in Orchesterdirigieren. Derzeit ist er Doktorand am College-Conservatory of Music. Von 2017 bis 2018 war Avishay Erasmusstudent in München. Er war Semifinalist beim internationalen Wettbewerb für Operndirigenten “Luigi Mancinelli” in Orvieto und ist Stipendiat der REC Music Foundation. Wurde zudem von der Amerika-Israel-Kulturstiftung für Orchesterdirigenten unterstützt. Seit November 2018 lebt Avishay Shalom in Berlin. Er ist künstlerischer Leiter des Kammerchors Consortium musicum Berlin. Mit Beginn der Spielzeit 2020/2021 ist er als Repetitor und musikalischer Leiter von Produktionen Mitglied im Opernstudio Niederrhein.

Ballett

ist Norwegerin und studierte an der Königlichen Schwedischen Ballettschule in Stockholm. Absolvierte im Rahmen ihrer Ausbildung bereits ein Praxissemester in der Ballettcompagnie des Theaters Krefeld und Mönchengladbach. 2017 konnte sie dank eines Stipendiums als Austauschstudentin an der Nationalen Ballettschule Kanada in Toronto ihre Kenntnisse vervollkommnen, 2018 war sie an einem LAAC-Projekt in Paris beteiligt. Sie absolvierte eine mehr als zehnjährige klassische Ballettausbildung, war aber auch in moderne Tanzprojekte involviert. Mit der Compagnie „Dans i Nord“ war sie einen Monat lang auf Tournee. Seit der Spielzeit 2019/20 ist sie Mitglied im Projekt „Das Junge Theater“.

absolvierte ihre Tanzausbildung am „Centro di Formazione AIDA“ in Mailand. Sie nahm am Sommer-Intensivkurs der Joffrey Ballet School in New York teil. Sie studierte unterschiedliche Stilrichtungen wie klassisches Ballett, zeitgenössischen Tanz und Ausdruckstanz. 2016 war sie als Gast bei „Talenti in Palcoscenico“ beteiligt und gewann ein zweijähriges Stipendium für Carl Portals Sommerkurs für zeitgenössischen Tanz in Frankreich. 2017 tanzte sie bei der „Performing Danza“-Ballettcompagnie die Hauptrolle in „Cinderella“. Sie hatte 2019 Gelegenheit, ein Praktikum beim Budapest Dance Theatre zu machen. Seit Beginn der Spielzeit 2019/20 ist sie am Niederrhein bei dem „Jungen Theater“.

Schauspiel

wurde 1992 in Damaskus, Syrien, geboren. Nach dem Abitur studierte er von 2013 bis 2015 Schauspiel am Higher Institute of Dramatic Art (Universität Damaskus) bevor er 2016 Syrien verließ und nach Deutschland flüchtete. Am Theater Dortmund wirkte er von Anfang 2016 bis Sommer 2018 als Schauspiel-Eleve in insgesamt sieben Stücken mit. Begleitend dazu nahm er Schauspiel- und Sprechunterricht bei Schauspielern des Theaters Dortmund. Mit Beginn der Spielzeit 2019/2020 ist er Mitglied des Projektes „Das Junge Theater“.

Orchesterakademie

, Klarinettistin, ist in Berlin geboren, begann nach dem Unterricht bei Georg Zeretzke im Herbst 2015 ihr Instrumentalstudium in Hamburg bei Alexander Bachl. Seit 2017 studiert sie in Würzburg bei Manfred Lindner und in den Nebenfächern Es- und Bassklarinette bei Jens Singer und Ulrich Büsing. Sie ist Gründungsmitglied des Landesjugendensembles für Neue Musik Berlin. Viola Gaebel ist neben Orchestern auch in unterschiedlichen Ensembles aktiv. Im Jahr 2018 gründete sie mit zwei Kommilitoninnen das Holzblastrio Trio d´espècies. Neben der klassischen Musik gilt ihre Leidenschaft insbesondere dem Klezmer. In der Spielzeit 2019/2020 ist sie Akademistin bei den Niederrheinischen Symphonikern.

ist Krefelderin. Die Cellistin begann ihr Studium an der Hochschule für Musik Würzburg in der Klasse von Niklas Eppinger. Erweitert hat sie ihre Ausbildung durch ein Praktikum im Orchester des Pfalztheaters Kaiserslautern in der Spielzeit 2018/19. Zuvor war sie Stipendiatin der Stiftung „Concerto“, derzeit wird sie durch das „Deutschlandstipendium“ gefördert. Seit der Spielzeit 2019/20 ist sie Mitglied in der Orchesterakademie.

ist Violinist und wurde in Litauen geboren. Besuchte ab dem Alter von zwölf Jahren das J. Naujalis Musikgymnasium in Kaunas, wo er Schüler von K. Ivaskevicius war. Studien in Maastricht und am Konservatorium in Tilburg bei Lei Wang folgten. Er spielt regelmäßig in Orchestern und Kammermusikformationen in den Niederlanden, Belgien und Deutschland. Seit Beginn der Spielzeit 2019/2020 ist er Mitglied im spartenübergreifenden Projekt.

ist Ungarin. Die in Budapest geborene Flötistin erhielt zunächst Unterricht bei Tünde Kévés und Zsolt Romos. Seit 2005 qualifizierte sich Tekla Varga auf zahlreichen national wie internationalen Wettbewerben. Seit einigen Jahren wirkt sie auch als Flötistin/Piccolistin innerhalb zahlreicher Orchester und Ensembles mit. Aktuell studiert sie (Master) in Detmold und ist seit der Spielzeit 2019/2020 am Theater Krefeld und Mönchengladbach in der Orchesterakademie.