Crowdfunding: Fog Jogger schreibt ein Märchenbuch

Crowdfunding : Fog Jogger schreibt ein Märchenbuch

Christian Peitz sammelt über Crowdfunding Geld für die Veröffentlichung von „Der kleine Rechenschieber".

Krefeld. Die Zeit läuft: Nur noch vier Tage, dann muss Christian Peitz 6000 Euro zusammen haben, um sein Buch „Der kleine Rechenschieber“ veröffentlichen zu können. Er versucht, das Geld über Crowdfunding zusammenzubekommen. Das bedeutet, jeder kann online zusagen, das Projekt finanziell zu unterstützen. Sollte es nicht zustandekommen, wird auch nichts vom Konto abgebucht.

Das aktuelle ist nicht das erste Märchen, das Christian Peitz, bekannt durch seine Band The Fog Joggers, geschrieben hat. „Ich habe schon immer Märchen geschrieben, Ich mag die fantastischen Welten und wenn die Geschichten eine Moral haben.“

Zwei Jahre hat er an dem Buch gearbeitet. „Eigentlich war es für meinen Neffen gedacht, er ist sieben Jahre alt. Dann habe ich aber festgestellt, dass es zu anspruchsvoll ist.“ Geeignet sei das Märchen für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren. „Ab dem Alter können Kinder das verstehen“, sagt der 29-Jährige. „Es ist kein Kinderbuch, es soll Werte vermitteln und eignet sich auch gut zum Vorlesen.“

In dem klassischen Märchen geht es um den klugen Jungen, dem eine Geschichte erzählt wird. Diese handelt von einem kleinen Jungen, der gerne rechnet. Von seinem alleinerziehenden Vater wird er stark gefördert. Dadurch steigert sich der kleine Junge sehr in seiner Leistung.

„Es geht um die Wahrung der Kindheit. Kinder sollten nicht zu früh Pflichten übernehmen“, sagt Peitz. Es sei zu vergleichen mit dem Grimm-Klassiker „Drei kleine Schweinchen“, nur das der Wolf, also das Böse, dort verliert. Bei dem kleinen Rechenschieber sei es durch die zwei Erzählebenen allerdings komplexer.

Das Buch im Din-A4-Format hat 44 Seiten, die auch bebildert sind. Beate Ahrens hat es illustriert. „Wir haben vorher darüber gesprochen, aber ich hatte keine Ahnung, was dabei herauskommt.“ Sie hat die Motive als Ölgemälde auf große Leinwände gemalt. Ein Fotograf hat sie für das Buch abfotografiert.

Sollte in den nächsten vier Tagen nicht genug Geld zusammenkommen für die Veröffentlichung, wird Peitz versuchen, das Buch als E-Book herauszubringen.

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