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Gleichberechtigung: Feminismus steht im Fokus

Gleichberechtigung : Feminismus steht im Fokus

Am Sonntag gibt es einen Thementag im Kaiser-Wilhelm-Museum.

Am Sonntag, 30. Juni, erwartet die Besucher im Kaiser-Wilhelm-Museum, Joseph-Beuys-Platz 1,  ein spannendes Programm, das sich rund um das Thema Feminismus dreht. Anlässlich der Ausstellung „Ola Vasiljeva // Der Werkbund. Haus der F.“, die sich mit der Rolle der Frau im Werkbund befasst, laden die Kunstmuseen Krefeld zu einem Thementag zur aktuellen Feminismus-Debatte ein.

Die Kuratorin der Ausstellung, Constanze Zawadzky, wird um 11.30 Uhr eine Kuratorinnenführung geben, und um 13 Uhr kann man in dem Workshop „Changing Characters“ Unisex-Gegenstände herstellen. Dabei handelt es sich um Skulpturen und Objekte, die sich einer eindeutigen männlichen oder weiblichen Zuordnung entziehen und so viel Spielraum für eine freie Interpretation lassen.

Besonders spannend wird es ab 15 Uhr bei der Podiumsdiskussion „Feminismus heute“, wenn die Autorin des Buches „Vulva“, Mithu Sanyal, die Künstlerin Julia Bünnagel, die Designerin Lisa Pommerenke und die Schauspielerin Eva Spott gemeinsam mit der Kuratorin Constanze Zawadzky über das Thema Gleichberechtigung in der Kulturbranche diskutieren.

Bekannt für ihre Soundperformances

Die Journalistin und Autorin Mithu Sanyal hat sich in ihrem Buch „Vulva. Die Enthüllung des ‚unsichtbaren Geschlechts‘“ mit der Kulturgeschichte des weiblichen Geschlechts auseinandergesetzt, und die Designerin Lisa Pommerenke gehört zu den Gründungsmitgliedern des Netzwerks „And She was Like: BÄM“. Die Düsseldorfer Künstlerin Julia Bünnagel ist vor allem für ihre Soundperformances bekannt, und die Schauspielerin Eva Spott hat am Theater Krefeld Mönchengladbach bereits viele starke weibliche Rollen gespielt.

Für die Ausstellung „Ola Vasiljeva // Der Werkbund. Haus der F.“ hat sich die niederländische Künstlerin Ola Vasiljeva mit der Werkbund-Sammlung der Kunstmuseen Krefeld – einem Vorläufer des Bauhauses – auseinandergesetzt.  Die Künstlerin stellte dabei ein Ungleichgewicht zwischen männlichen und weiblichen Gestaltern fest und recherchierte über Frauen im Werkbund. Dabei stieß Vasiljeva auf das „Haus der Frau“, das 1914 auf der Werkbund-Ausstellung in Köln präsentiert wurde. Ausgehend davon hat sie die ortsspezifische Installation „Haus der F.“ realisiert, die einzelne Werke des Werkbunds zeigt und zitiert. Ola Vasiljeva hat in ihrer Installation eine suggestive Situation geschaffen, die großen Spielraum für Interpretationen abseits von männlich und weiblich bietet. Red