Eine Musikparodie für die Lachmuskeln

Eine Musikparodie für die Lachmuskeln

Der Kulturrucksack hat in einem neuen Workshop das Thema YouTube aufgegriffen. Mit 15 Kindern wurde ein Video gedreht.

Krefeld. Internetseiten wie YouTube spielen für Kinder und Jugendliche eine immer größere Rolle. Dies hat der Kulturrucksack Krefeld für ein neues Projekt genutzt: In Zusammenarbeit mit Videoproduzent Marco Rentrop, Schauspielerin Sunny Bansemer und Musiker und Produzent Philipp Kersting haben 15 Kinder eine Parodie zu dem Hit „Shake it off“ von Taylor Swift gedreht.

„Viele Kinder schauen sich diese Videos an, aber sie wissen gar nicht, was für ein Arbeitsaufwand dahinter steckt“, erklärt Anke Zwering, die Organisatorin vom Kulturrucksack beim Kulturbüro Krefeld. Die Angebote des Kulturrucksacks richten sich an Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren und werden weitgehend von Künstlern aus Krefeld geleitet. Pro Jahr werden in etwa 30 Projekte angeboten. „Der Kulturrucksack wurde vom Land NRW ins Leben gerufen. Ziel ist es, den Kindern die Tür zur Kultur zu öffnen“, so Zwering. „Außerdem soll das Selbstbewusstsein der Kinder gestärkt werden.“

Marco Rentrop, Sunny Bansemer und Philipp Kersting haben in Krefeld, Viersen und Willich jeweils vier Tage mit den Teilnehmern gedreht. In jeder Stadt wurde ein anderer Themenschwerpunkt gesetzt. Während in Krefeld die Musik-Parodie gedreht wurde, wurde in Viersen das Thema Fiktion und Realität aufgegriffen. In Willich hat eine Schulklasse Schulsketche gedreht. Daraus sind drei Videos entstanden, die zu einem Film zusammen geschnitten werden.

Die Filmpremiere findet am Samstag, 7. Oktober, in der Stadtbücherei Viersen statt. Es wird ebenfalls auf der Internetseite des Kulturrucksacks veröffentlicht. „Am ersten Tag haben die Kinder gemeinsam ein Lied ausgesucht, das sie parodieren möchten. Dann haben sie den Text komplett neu geschrieben. Auch die Musik wurde abgewandelt“, berichtet Bansemer. Sie haben Wörter zum Thema YouTube und Internetpräsenz ausgesucht: „Wir wollen das Thema YouTube etwas durch den Kakao ziehen.“ Voller Begeisterung stehen die 15 Kinder am Brunnen vor der Fabrik Heeder und singen ihr Lied. „Wir sind YouTube-Stars“ und „Wir sind fame“. Mit bunten Schildern und Smileys posieren sie für die Kamera. Der zwölfjährige Marian hat seit sechs Monaten selber einen YouTube-Kanal. „Ich fand Singen schon immer ziemlich cool und wollte es mal selber ausprobieren. Außerdem wollte ich mich auch etwas für meine eigenen Videos weiter bilden.“ Die elfjährige Julia ist ebenfalls ein großer YouTube-Fan. „Ich gucke mir sehr viele Videos an, da wollte ich einfach mal wissen, wie das alles abläuft.“

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