Kultur: Eine makabere Pool-Party

Kultur : Eine makabere Pool-Party

Etwas Anspruchsvolles, was trotzdem Spaß macht: Die Kunstmuseen Krefeld laden am 6. Juli zum dritten Kunst-Impuls.

Krefeld. Große Terrassen und ein weitläufiger Garten. Krefelds schönste Villen Haus Lange und Haus Esters bieten den perfekten Rahmen für eine Sommerparty der besonderen Art. Die dritte Ausgabe der neuen Reihe Kunst-Impuls, mit dem die Kunstmuseen immer am ersten Donnerstag des Monats ein besonderes Abendprogramm bieten, findet jetzt erstmals an der Wilhelmshofallee statt.

Foto: Elmar Vestner

Unter dem Motto „Danse Macabre Sommer Groove“ wird am 6. Juli von 17 bis 21 Uhr alles im Zeichen von Kunst, Musik und Tanz stehen. Als „großes Ereignis“ kündigt Museumsdirektorin Katia Baudin den Abend an, der vor allem dazu dient, das Museum für möglichst viele Besucher zu öffnen. „Jeder soll sich hier zu Hause fühlen, jeder ist willkommen“, sagt Baudin. Von dieser Offenheit der Museumsleitung gegenüber den Krefeldern sind auch die Sponsoren des Kunst-Impulses begeistert. „So viel frischen Wind haben wir in diesem Stil schon lange nicht mehr erlebt“, sagt Michael Rotthoff von der Sparkasse Krefeld. „Man kann die Museen als Wohnhäuser erleben, sozusagen Mies van der Rohe pur“, ergänzt Dorothee Winkman von den Stadtwerken Krefeld.

Zwei erfolgreiche Veranstaltungen hat es im Mai und Juni bereits im Kaiser-Wilhelm-Museum gegeben. Die Programme dieser Reihe hat Museumspädagoge Thomas Janzen entwickelt. „Ausgangspunkt sind die jeweiligen Ausstellungen“ sagt Janzen. So ist das jetzige Thema Pool-Party mit dem leicht makabren Einschlag auf ein Kunstobjekt des Künstlerduos Elmgreen & Dragset im Garten von Haus Lange zurückzuführen. Dort ist ein Pool mit einer wie einer Leiche darin schwimmenden Figur installiert. Als Kunstwerk ist der Pool an dem Abend natürlich tabu, aber ansonsten wird es auf den Terrassen und im Garten viel Gelegenheit zum Tanz und geselligen Zusammensein geben. Sehr vielfältig ist die Auswahl der Musik.

In Anknüpfung an die Ausstellung des aus Guatemala stammenden Künstlers Naufus Ramirez-Figuera, wird Matthias Goebel südamerikanische Marimba-Musik spielen. begleitet wird er von der Schlagzeugerin Salome Amend. Tauchen II nennt sich das Musikerduo Dennis Dycks und Felix Möser, das für eine chillige Club-Atmosphäre und außergewöhnliche Klangerlebnisse sorgen wird. „Das sind zwei ganz besondere Musiker und ich freue mich sehr darauf“, sagt Janzen.

Um das Publikum zum aktiven Tanzen zu animieren, wird Tänzerin Mirella im Garten Salsa-Workshops geben. Sie selbst hat eine Ausbildung im klassischen Ballett, Modern-und Jazz-Dance gemacht. Cocktails und kulinarischen Kleinigkeiten wird die Museumsgastronomie Café Keld auf dem seitlichen Garagenhof anbieten. Dafür werden auch eigens Bierbänke aufgestellt. Die Atmosphäre soll insgesamt locker sein. Natürlich ist an dem Abend auch Gelegenheit, die beiden Ausstellungen zu besuchen. Dazu gibt es mehrere Kurzführungen. Als etwas „Anspruchsvolles, was trotzdem Spaß macht“, fasst Thomas Janzen die Intention der Veranstaltung zusammen.

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