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Die Kulturfabrik Krefeld öffnet wieder – und hat jetzt einen Biergarten

Populäre Kultur in Krefeld : Die Kulturfabrik öffnet wieder  und hat jetzt einen Biergarten

Die Kufa macht auf: Als ersten Öffnungsschritt gibt es zunächst Gastronomie – Veranstaltungen innen und außen sollen, falls möglich, folgen.

Es war die längste Schließung in der Geschichte der Kulturfabrik. Seit Anfang der Pandemie – mit Unterbrechung im Sommer 2020 – waren die Tore der Kufa an der Dießemer Straße für Publikum geschlossen, in Hochphasen musste sogar das Büro geschlossen werden. So ganz indes war der Krefelder Kulturort mit deutlich auf das Populäre ausgerichtetem Profil nicht abgetaucht – immerhin meldete man sich auf digitalem Wege beim Publikum, das wohl aber doch schlussendlich den Tag ersehnen dürfte, wenn es wieder heißt, dass man ganz „live“ in die Kufa kann. Wie die Macher jetzt mitteilten, ist es am Freitag, 18. Juni, soweit; zumindest ein erster Schritt, auch wenn man auf Veranstaltungen noch etwas warten muss. Und das mit einem „neuartigen Biergartenkonzept“, das durch ein gültiges Corona-Hygienekonzept gestützt wird.

Die Kufa stehe nach acht Monaten Schließung finanziell gut da

„In den vergangenen Jahren haben wir im Innenhof einen Beach angeboten, hatten in den letzten zwei Jahren aber leider immer Pech mit dem Wetter“, berichtet der zweite Vorsitzende Robin Lotze. Für dieses Jahr habe man sich deshalb etwas anderes ausgedacht, erläutert Daniel Christoffel, seit September der erste Vorsitzende des Kufa-Vereins. „Auch im Hinblick auf die Pandemieentwicklung präsentieren wir den Krefeldern deshalb ab sofort einen Biergarten. Der bietet uns mehr Außensitzplätze und Platz, um entsprechende Abstände einhalten zu können“, führt er aus.

So wurde der Innenhof der Kufa in einen Biergarten umgewandelt; mit Unterstützung der Firma Hornbach, die dabei als Partner fungiert. Und es gibt eine weitere, für die Aufenthaltsqualität im urbanen Vintage-Flair-Ambiente zentrale Neuerung. Ab sofort könne man zusätzlich zur Getränkeauswahl auch frisch zubereitete Snacks anbieten: In einem Foodanhänger der Kufa Service GmbH werden Pommes, Bratwurst, Salat und Antipasti-Teller sowie Currywurst mit selbstgemachter Soße angeboten. „Nach langer Planung können wir unseren Gästen endlich ein kleines, aber feines Speisenangebot aus unserem neuen Imbisswagen anbieten“, sagt Gastrochefin Tamara Biesinger. Der Eintritt zum Biergarten ist frei. Es gibt 80 Plätze, keinen Mindestverzehr. Das Corona-Hygienekonzept wird tagesaktuell an die geltende Corona-Schutzverordnung des Landes angepasst. Derzeit sind Reservierungen und Test und Co. nicht nötig. Man öffnet den Biergarten von Donnerstag bis Sonntag, ab Abend in die Nacht hinein (siehe Info-Kasten). Speisen werden bis 21.30 Uhr angeboten.

Die Kufa-Macher informierten am Mittwoch auch über die finanzielle Situation. Man konstatiert: „Dass die Kufa nach acht Monaten ohne Veranstaltung so gut dasteht, ist der November- und Dezemberhilfe des Bundes, der Kurzarbeitsregelung mit den Mitarbeitern, Kufa-eigenen Rücklagen und der Spendenbereitschaft ihrer Gäste zu verdanken.“ Förderungen wurden für den Austausch der Schließanlage und für digitale Verbesserungen genutzt. Zuletzt habe man die Überbrückungshilfe 3 beantragt, erzählt Sebastian Noack. Der Kassenwart betont zudem, dass man in den nächsten Wochen mit dem Biergartenbetrieb „erstmal nicht wirklich wirtschaftlich arbeiten“ wird können. Es stehe noch nicht fest, wann die Hauptumsätze aus dem Party-Betrieb wieder möglich sind.

Und wie steht es um das Programm in der Kufa? Rock, Pop und Co., das vornehmlich ohne feste Bestuhlung funktioniert, müsse noch warten. Vielleicht bis in den September hinein. Aber für Herbst und vor allem 2022 gebe es viele Buchungen. „Wie und ob das Juliprogramm innen wie geplant stattfinden kann, ist noch nicht abschließend geklärt“, erklärt man, auch wenn man optimistisch sei. Ab Juli plane man aber auch ein Open-Air-Programm im Biergarten, aber hier müsse man abwarten, was genau möglich sein wird. Die Kufa informiert stets zeitnah über das geplante Programm und passt ihre Pläne an die jeweils gültigen Corona-Regeln an.