Die holde Germania wacht jetzt in Leipzig

Die holde Germania wacht jetzt in Leipzig

Krefelder Kunstmuseen leihen wichtige Werke aus — bis nach Brasilien und in die USA..

Krefeld. Etliche wichtige Werke aus der Sammlung der Krefelder Kunstmuseen sind zurzeit in Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen. So präsentiert das Kunstmuseum Bonn bis 29. September in der Ausstellung „Ein Expressionistischer Sommer. Bonn im Jahre 1913“ zwei Gemälde der Rheinischen Expressionisten Helmuth Macke („Stillleben mit Zinnerarie und Buch“, 1913) und Heinrich Nauen („Selbstbildnis mit Hut“, um 1909).

Das große Gemälde „Germania auf der Wacht am Rhein“ (1860) von Lorenz Clasen, ein Werk der Düsseldorfer Malerschule, wird in der Ausstellung „Helden nach Maß — Fragmente eines nationalen Mythos“ zu sehen sein, die vom 4. September bis 17. Januar 2014 im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig gezeigt wird.

Am 7. September eröffnet die Kunstsammlung NRW die Ausstellung „Alexander Calder — Avantgarde in Bewegung“, wo auch das „Squelette Blanc“ (Weißes Skelett, 1950/51) präsentiert wird, das Paul Wember bereits Anfang der 1950er Jahre für die Sammlung der Kunstmuseen Krefeld erworben hatte.

Im Musée Réattu im südfranzösischen Arles ist bis 31. Oktober in der Ausstellung „Nuage“ ein wichtiges Objekt aus dem Werk von Marcel Broodthaers zu sehen: „Coup de fil à Pierre Restany“ (1966/67). Die Neue Galerie New York widmet zurzeit eine umfangreiche Ausstellung dem Werk von Koloman Moser, einem bedeutenden Entwerfer der Wiener Werkstätte zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Aus der Werkbund-Sammlung der Kunstmuseen sind zwölf grafische Arbeiten ausgestellt. Die Ausstellung wird ab 29. September zum Museum for Fine Arts in Houston (USA) weiterwandern.

International unterwegs ist auch eine kleine, aber hochkarätige Auswahl von Objekten aus der Zeit um 1960, überwiegend aus der kinetischen Sammlung der Kunstmuseen. Die Werke aus dem Umkreis der Künstlergruppe Zero sind bis Juni 2014 in der umfangreichen Wanderausstellung „Zero“ in Brasilien zu sehen. Dazu gehören Arbeiten von Pol Bury, Otto Piene, Günther Uecker und J. R. Soto.

Auch die bewegten Objekte, die Jean Tinguely (1959/60) speziell für Haus Lange geschaffen hat, die „Stabilité totale P.K. No. 4“ und das „Maschinenbild Haus Lange“, werden zurzeit im Museu Oscar Niemeyer in Curitiba gezeigt. Im Dezember wandert die Schau nach Porto Alegre, 2014 nach São Paulo. Red

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